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Havelland Musikalische Weltreise beim Stadtevent
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17:45 18.09.2016
Die Trommler der Gruppe Cilindros e Cantar spielten zum Auftakt vor der alten Stadthalle Quelle: Max Gottschalk
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Falkensee

Kubanische Musik im „Schrääg rüber“, orientalische Klänge in der Kirche Seegelfeld, brasilianische Würze im „Karyatis“: Viele weltoffene Falkenseer feierten am Samstag das elfte Stadtevent und lauschten den Klängen und Rhythmen der Künstler aus vier Kontinenten.

„Das Stadtevent ist eine Erfolgsgeschichte und tritt beispiellos für ein weltoffenes Falkensee ein. Die Botschaft für Toleranz und gegen Diskriminierung ist in dieser Zeit besonders wichtig“, sagte Bürgermeister Heiko Müller (SPD) vor dem Hintergrund stärker werdender rechter Gesinnungen in Deutschland. Schon zum elften Mal organisierte das Falkenseer „Bündnis gegen Rechts“ mit zahlreichen Helfern dieses Kultur-Fest an zahlreichen Spielstätten. Auf dem Vorplatz der alten Stadthalle eröffnete die Samba-Trommel-Gruppe Cilindros e Cantar das Stadtevent musikalisch. „Habt ihr auch den?“, rief eine Trommlerin aus dem Kollektiv ins Publikum und deutete auf ihr Hinterteil. Spätestens jetzt konnten den ausdrucksstarken Rhythmen nur die wenigsten standhalten, der Großteil der Besucher wippte schwungvoll. Ein gelungener Startschuss, bevor es zu den Konzerten und Darbietungen in die zahlreichen Spielstätten rund um die Bahnhofstraße, in Finkenkrug und im Falkenhorst ging.

Ein ganz besonderer Mix aus europäischer und orientalischer Musik erwartete die Kulturhungrigen in der Kirche Seegefeld. Das Kollektiv Yalanjee, ein Musikerpaar aus Kremmen, und zwei Syrer, die sich im Zuge der aktuellen Flüchtlingsbewegung begegnet sind, spielten gemeinsam. Andächtig lauschte das Publikum in der gut gefüllten Kirche den fremden arabischen Liedern voller Sehnsucht und Schmerz, die Sängerin Lava Mouslam und ihr Freund Bashar Ismail an der arabischen Oud zum Besten gaben. Sie wurden von ihren Bandkollegen Petra Kleinke und Jan Rase aus Kremmen aufgenommen und sind bei ihnen eingezogen. Die Verständigung fiel von Anfang an gar nicht schwer: „Weil sie auch Musiker sind, hatten wir schnell einen guten Draht. Neun Monate haben sie mit uns zusammengelebt, jetzt stehen sie langsam auf eigenen Füßen“, sagte Sängerin und Gitarristin Petra Kleinke.

In der Stadtbibliothek überzeugte Lion O King, ein in Äthiopien geborener Sänger, mit seiner rauchigen aber gefühlvollen Stimme und einer gehörigen Menge Charme und Wortwitz. Begleitet wurde er lediglich von einem Cajon, was ihm eine ganz besondere Präsenz verlieh. „Was eine tolle Stimme“, flüsterte es bereits nach wenigen Sekunden durch die Reihen.

Die Fans lateinamerikanischer Musik waren im „Schrääg rüber“ richtig. Das kubanische Trio Grupo Carney spielte eine temperamentvolle Mischung aus Cha-Cha-Cha, Rumba und weiteren Klassikern. Dabei durfte der größte Exportschlager Kubas nach Erzeugnissen aus Zuckerrohr nicht fehlen: „Chan Chan“ von der weltbekannten Gruppe Buena Vista Social Club.

Bereits am Nachmittag gab es auf dem Vorplatz der Biofreunde das interkulturelle Familienfest des Arbeiter-Samariter-Bundes. Neben Bastel- und Spielangeboten für Kinder, sorgten internationale Spezialitäten für das leibliche Wohl. Höhepunkt war der Tanz-Workshop einer jungen Senegalesin, die es genau verstand, Jung und Alt bei dem eher tristen Wetter einzuheizen und ihnen ein paar traditionelle afrikanische Tanzschritte mit auf den Weg zu geben.

Von Max Gottschalk

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