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Zukunft des Musikfestivals Antaris ist unklar

Stölln Zukunft des Musikfestivals Antaris ist unklar

Das Musikfestival Antaris lockt jedes Jahr viele tausende Besucher nach Stölln. Ob die Großveranstaltung auch weiterhin auf dem Flugplatz am Gollenberg stattfindet kann, ist ungewiss. Die Gemeindevertretung von Gollenberg hat die Veranstaltung für 2018 noch nicht genehmigt – und steht vor einer Grundsatzentscheidung.

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Tage und Nächte durchtanzen – wird das auch 2018 auf dem Gollenberg gehen?

Quelle: Christin Schmidt

Stölln. Zwar profitieren viele Geschäftsleute in der Region von dem Antaris-Musikfestival. Zunächst aber sagen die Gemeindevertreter aus Gollenberg Nein. Eine Beschlussvorlage, wonach der Veranstalter Uwe Siebert im Jahr 2018 vom 13. bis 17. Juli einschließlich einer Vorbereitungszeit und anschließenden Aufräumarbeiten (25. Juni bis 20. Juli) den Veranstaltungsplatz am Gollenberg verpachtet bekommt, wird bei der nächsten Gemeindevertretersitzung neu verhandelt.

Noch viele offene Fragen

Bevor die Abgeordneten abstimmen, wollen sie vom Veranstalter einige Antworten auf ungeklärte Fragen. Dazu soll es in Stölln vor der nächsten Gemeindevertretersitzung Gespräch geben, an dem Gemeindevertreter, der Antaris-Veranstalter, das Amt Rhinow und der Vorstand des Flugsportvereins „Otto Lilienthal“ – er ist langfristiger Pächter und Nutzer des Flugplatzes – teilnehmen. Eigentümer des Platzes ist die Gemeinde.

Eine Grundsatzentscheidung

„Die Gemeinde steht vor einer Grundsatzentscheidung“, sagte der Abgeordnete Wolfgang Heinze am Montag nach einer längeren Diskussion zur Antaris-Zukunft auf dem Gollenberg. Zuvor hatten Abgeordnete und Kilian Mähne vom Vorstand des Flugsportvereins Probleme angesprochen, zu denen Antaris-Mitarbeiter Martin Winkel nicht immer zur Zufriedenheit der Fragesteller antwortete.

Der Andrang zu Antaris ist stets groß

Der Andrang zu Antaris ist stets groß.

Quelle: Christin Schmidt

Ingo Dahlmann sagte, Antaris habe in Stölln keine Bonuspunkte mehr. Er bemängelte die unzureichende Wasserentsorgung der Freiluftduschen. Nach Antaris 2016 seien außerdem Bankette eines Landwirtschaftsweges noch nicht wieder hergerichtet. Drei Stellen sind an dem Weg in Ordnung zu bringen. Eine Firma sei mit den Arbeiten beauftragt und der Antaris-Veranstalter bezahlt, sagte dazu der Leiter des Ordnungsamtes, Michael Mirschel. „Aufgrund häufiger Niederschläge in den letzten Montan konnten die Arbeiten jedoch noch nicht ausgeführt werden.“

Dieses Jahr: Dauerregen

Dauerregen durchnässte den Platz auch während des Musikfestivals in diesem Jahr. Der Trockenrasen und die Start- und Landebahn wurden beschädigt. Nicht alle Löcher wurden wieder zugemacht. Einige Probleme bei Flugsportveranstaltungen waren die Folge.

Totale Kontrolle nicht möglich

Den 20 Hektar großen Platz bis ins Detail zu kontrollieren sei nicht möglich, gab der Ordnungsamtsleiter zu Bedenken. Schadhafte Stellen auszubessern sei wenig hilfreich, sagte Kilian Mähne vom Flugsportverein. „Man muss über Möglichkeiten sprechen die Musikveranstaltung auf dem Platz zu verteilen, damit möglichst wenig Schaden entsteht, der den Flugsport beeinträchtigt.“ Der Flugsportverein sei nicht gegen das Musikfestival, erklärte Kilian, nur müsse man Lösungen finden, mit denen Beteiligte und Betroffene auskommen können. „Zudem ist eine umfassende Platzsanierung notwendig“, sagte Kilian und zeigte den Abgeordneten Fotos von Platzschäden. Rund 100 000 Euro wären für eine umfassende Platzsanierung aufzubringen. Die Finanzierung ist jedoch völlig offen.

Jedes Jahr 13 000 Euro

Der Antaris-Veranstalter zahlt der Gemeinde jährlich eine Pacht für das Gollenberg-Gelände. 2016 waren es insgesamt 13 000 Euro und so viel ist Uwe Siebert auch 2017 bereit zu zahlen. Die Gemeinde hält aber eine Pachterhöhung für zeitgemäß und will auch darüber mit dem Veranstalter sprechen. Verwendet hat die Gemeinde das Geld bisher vor allem für Vorhaben in der Kita.

Wer bekommt was?

Ob die Abgeordneten auf den Vorschlag von Kilian Mähne eingehen, einen Teilbetrag der Pacht auf das Konto des Flugsportvereins überweisen zu lassen damit Geld für die Platzsanierung angespart wird, blieb am Montag offen. Die Gemeinde selbst dürfe kein Geld ansparen, hatte zuvor Amtsdirektor Jens Aasmann erklärt. Erst einmal muss die Gemeinde entscheiden, ob sie Antaris 2018 überhaupt zustimmt.

Von Norbert Stein

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