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Musikfestspiele begeistern zum Auftakt

Havelland Musikfestspiele begeistern zum Auftakt

Die 17. Saison der Havelländischen Musikfestspiele ist am Sonnabend traditionell im Schloss Kleßen eröffnet worden. Zum Auftakt spielten die Charlottenburger Bachsolilisten aus Berlin Musik aus der Zeit der Reformation. Ihre gut 120 Zuhörer waren begeistert.

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Ulrike Petersen und Jochen Hoffmann von den Charlottenburger Bachsolisten spielten im Schloss Kleßen.

Quelle: Uwe Hoffmann

Kleßen. Die Havelländischen Musikfestspiele werden traditionell im Schloss Kleßen eröffnet. So auch am Samstag. Die musikalischen Gäste des Konzerts waren die Charlottenburger Bachsolisten. Das 1998 gegründete Ensemble spielt hauptsächlich Musik der Epochen zwischen 1650 und 1840. Der Schwerpunkt liegt auf Johann Sebastian Bach, seinen Söhnen und Zeitgenossen sowie seinen Verehrern wie Mendelssohn.

„Wir sind mit Kirchenmusik groß geworden“, erzählt Gertrud Schmidt-Petersen. „Unser Vater war Domkantor zu Schwerin.“ Die Pianistin, Ulrike Petersen (Violine), Johannes Petersen (Violoncello) und Jochen Hoffmann (Flöte) spielen seit 15 Jahren zusammen. „Das große Thema in diesem Jahr ist 500 Jahre Reformation“, moderierte Jochen Hoffmann das erste Stück an. „Johann Sebastian Bach steht wie kaum ein anderer Komponist für die Musik der Reformation.“

Frank Wasser, langjähriger Geschäftsführer, schwärmt: „Bravourös!“

Mit den Stücken des Italieners Giuseppe Antonio Brescaianello (1690 bis 1758), des Franzosen Michel Blavet (1700 bis 1768), Joseph Haydns (1732 bis 1809), der viele Jahre in London wirkte, sowie des Spaniers José Pla (1897 bis 1981) und des auch in Paris wirkenden Georg Philipp Telemann (1681 bis 1767) und natürlich mit zwei Triosonaten Johann Sebastian Bachs nahmen die Bachsolisten, die rund 120 Gäste mit auf eine „Musikalische Reise durch Europa“. „Bravourös!“, schwärmte Frank Wasser, langjähriger Musikfestspiel-Geschäftsführer, nach dem 100-minütigen Konzert. „Jedes Instrument war fein herauszuhören und harmonierte trotzdem mit den anderen toll zusammen.“

„Zum Reformationsjahr gibt es die Reihe ‚Auf den musikalischen Spuren der Reformation’ mit neun Konzerten“, erzählt Musikfestspiel-Geschäftsführerin Madleen Fox zum Programm der Saison. „Als Veranstalter sind wir immer auf der Suche nach neuen Spielorten. In diesem Jahr ist es die Burg Ziesar. Im Rahmen der Reformationskonzerte gastiert dort das Vokalensemble Vox Nostra. Auf dem Kunsthof Galm wird am 20. Mai erstmals ein Open-Air-Konzert aufgeführt.“ Die Reihe „Die Kunst des Klavierspielens“ wird in diesem Jahr fortgesetzt.

Johanna Wanka: Die Eröffnungskonzerte immer ein toller Höhepunkt

„Auch bedingt durch die Reformationskonzerte gastieren in dieser Saison verstärkt Musiker aus Berlin und Brandenburg. Es gibt wieder viele, den Gästen bereits bekannte, Künstler wie die Sängerin Anna Depenbusch aus Hamburg oder die Pianistin Marcella Crudeli, eine liebe Freundin, sowie internationale Künstler“, beschreibt der Pianist Frank Wasser das Jahresprogramm. Bereits seit drei Jahren kommt Johanna Wanka nach Kleßen. „Die Eröffnungskonzerte sind immer ein toller Höhepunkt. Wenn es die Zeit zulässt, besuche ich gern Konzerte der Havelländischen Musikfestspiele“, so die Bundesbildungs- und Forschungsministerin.

„Ich mag das Konzept der Verbindung der Konzerte mit dem historischen Ambiente der Veranstaltungsorte. Ich bin den Schlossherren dankbar, dass sie ihre Häuser dafür öffnen“, so Dezernent Henning Kellner, der Landrat Roger Lewandowski vertrat. „Die Musikfestspiele sind eine tolle Musikreihe und eine tolle Werbung für das Havelland.“ Diese Verbindung von Kultur und Geschichte schätzt auch Martin Gorholt, Vertreter des Landes Brandenburg beim Bund, an der Musikreihe.

Bei der nächsten Veranstaltung spielt Pianist Andrea Turini am 18. März, 16 Uhr, auf Schloss Ribbeck die „Goldberg-Variationen“. Weitere Informationen unter 033237/8 59 61 oder online www.havellaendische-musikfestspiele.de. Eintrittskarten können auch in der Brandenburger Sankt-Annen-Galerie erworben werden.

Von Uwe Hoffmann

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