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Mutmaßlicher Brandstifter wieder frei

Feuer in Falkenseer Polizeidepot Mutmaßlicher Brandstifter wieder frei

Der Tatverdächtige 18-Jährige, der nach dem Brand in der künftigen Polizeiinspektion Havelland in Falkensee am Sonntag vorläufig festgenommen wurde, ist wieder freigelassen worden. Die Ermittlungen dauern an – die Bauarbeiten wurden dagegen gestoppt.

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Verkohlte Reste von Dämmmaterial vor dem Rohbau des Polizeidepots.

Quelle: Tanja M. Marotzke

Falkensee. Der am Sonntag im Zusammenhang mit dem Brand in der künftigen Polizeiinspektion Havelland in Falkensee vorläufig festgenommene 18-Jährige ist wieder auf freiem Fuß. Wie der Sprecher der Staatsanwaltschaft Potsdam Nils Delius gegenüber der MAZ sagte, bestehe gegen den Falkenseer kein dringender Tatverdacht mehr. Was aber nicht bedeuten würde, dass er unschuldig sei. Nur reichen derzeit die Gründe für eine Haft nicht aus. „Wir ermitteln weiter in alle Richtungen“, so Delius.

In der Nacht zum Sonntag hatte es gegen 2 Uhr in dem Rohbau der Polizeiinspektion in der Finkenkruger Straße gebrannt. Nachdem am Sonntag die Tatortermittler vor Ort waren und die Spuren gesichert hatten, geht man von einer Brandstiftung aus. Der oder die Täter haben im Erdgeschoss des Betonbaus offenbar mehrere Kubikmeter Dämmstoffe und Dachpappe platziert und dann angezündet. Eine Selbstentzündung oder ein Kurzschluss scheiden schon deshalb aus, weil es in dem Gebäude bisher gar keine Stromanschlüsse gibt.

Durch das Feuer wurden ein Stützpfeiler und die Zwischendecke zur ersten Etage beschädigt. Statiker werden ab Dienstag prüfen, welche Konsequenzen und Auswirkungen es für den Fortgang der Bauarbeiten hat. Somit ruhen die Bauarbeiten in dem betroffenen Gebäude erst einmal, hieß es am Montag seitens des Brandenburgischen Landesbaubetriebes. Sprecherin Christin Bargel sagte: „Von der Analyse der Schäden bis hin zur Reparatur kann es schon einige Wochen dauern.“ Gegebenenfalls müssten sogar Bauteile ersetzt werden. Außerdem sei es erforderlich, die durch den Brand entstandenen Schadstoffe zu beseitigen. Der bisher gute Zeitplan gerate durch die notwendigen Maßnahmen ins Wanken.

Im Mai dieses Jahres war der Grundstein für den Gebäudekomplex in Falkensee gelegt worden. Bis zum Oktober 2017 sollen dort Kriminalbeamte, Revierpolizisten, Wach- und Wechseldienste, Streifenbeamte und Hundeführer ihren Arbeitsplatz beziehen.

Die Polizei bittet um weitere Hinweise, die in Zusammenhang mit dem Brand, weiteren Sachbeschädigungen oder anderen, in der Nacht begangenen Straftaten stehen könnten. Hinweise bitte an die Polizeiinspektion Havelland unter  (0 33 21) 40 00.

Von Jens Wegener

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