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Havelland NP-Markt am Dachsberg soll verkauft werden
Lokales Havelland NP-Markt am Dachsberg soll verkauft werden
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11:58 22.02.2018
Von Brot über Pudding, Nudeln, Feinfrost und Suppen gibt’s bis zur Einlegesohle im NP-Markt so ziemlich alles für den täglichen Bedarf.Quelle: Bernd Geske
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Premnitz

Viele Anwohner Premnitzer des Dachsberggebietes wollen es im ersten Moment gar nicht glauben, dass der NP-Markt an der Ecke der Karl-Marx-Straße zur Straße des Friedens verkauft werden soll. „Es gibt hier doch einen so großen Einzugsbereich“, sagt eine Frau vor der Eingangstür, „da müssen sie doch genug Umsatz machen.“ Sie ergänzt: Man solle nicht alles glauben, was die Leute erzählen. Die meisten anderen Kunden aber, die den Markt aufsuchen, haben schon etwas von den Verkaufsabsichten gehört. Sie habe es im Internet gelesen, bestätigt eine Frau. Sie hält es nicht für ausgeschlossen, dass der Verkauf der erste Schritt zur Schließung des Marktes sein könnte. „Das wäre schade“, findet sie. Schließlich komme sie fast jeden Tag her, um etwas zu kaufen: „Alles, was man so braucht.“

„Eine Schließung wäre eine Katastrophe“, schimpft eine ältere Frau, „hier am Dachsberg wohnen doch viele Rentner, die sind nicht mehr so gut zu Fuß und brauchen Rollatoren.“ Sollte der Markt tatsächlich schließen, müssen sie alle sich künftig zum Einkaufen auf den weiten Weg bis ins Stadtzentrum machen. Das wäre vielen älteren Leuten gar nicht mehr zuzumuten. Betont kämpferisch zeigt sich Anwohnerin Ingrid Genge. „Wenn Grund und Boden verkauft werden soll, dann wackelt das Haus“, hält sie eine Schließung für sehr wahrscheinlich und erklärt: „Das lassen wir uns hier nicht gefallen, da gibt es einen Kampf.“ Der NP-Markt am Dachsberg müsse erhalten bleiben, eine Schließung würde vor allem die vielen älteren Leute hart treffen. Sie denke bereits darüber nach, eine Unterschriftensammlung für den Erhalt des Marktes zu starten.

Der NP-Markt im Premnitzer Wohngebiet am Dachsberg befindet sich an der Ecke der Karl-Marx-Straße zur Straße des Friedens. Quelle: Bernd Geske

Die Pressestelle der Edeka-Zentrale in Minden bestätigt die Verkaufsabsichten. „Immobilienverkäufe sind für die Edeka Minden-Hannover etwas, das wir immer wieder tätigen“, erklärt PR-Referentin Alexandra Antonatus. Die Entscheidung, eine Immobilie zu verkaufen, sei dabei aber unabhängig von der Vermietung: „Nicht immer sind wir Eigentümer mit einer Tochtergesellschaft und durch eine andere Tochtergesellschaft Mieter.“ (Wie in Premnitz.) Zu Details über den Verkauf könne sie keine Auskunft geben, sagt die PR-Referentin, und zur von der Presse angefragten möglichen Schließung teilt sie mit: „Der NP-Markt wird Stand heute nicht geschlossen.“

Es begrüße es, dass der NP-Markt erhalten bleibt, sagt Bürgermeister Ralf Tebling (SPD). Immerhin gehöre das Wohngebiet am Dachsberg neben dem am Mühlenweg zu den Bereichen mit den ältesten Bewohnern der Stadt. In unmittelbarer Nähe wären von einer Marktschließung am Dachsberg rund 1360 Einwohner betroffen. Es gebe dort viele alleinstehende Personen. Von großer Wichtigkeit sei, für ältere Leute kurze Wege zu den Einkaufsmöglichkeiten zu haben, betont der Bürgermeister. Allerdings, so räumt er ein, habe die Stadt nur bedingt Einfluss auf ein Wirtschaftsunternehmen. Die Politik würde einen Verkauf oder eine mögliche Schließung des NP-Marktes kaum verhindern können.

Im Internet zum Verkauf angeboten

Der NP-Markt im Wohngebiet am Premnitzer Dachsberg ist auf einer Immobilien-Plattform im Internet zum Verkauf angeboten worden.

Die Ladenfläche hat eine Größe von 844 Quadratmetern.

Das Objekt ist jetzt nicht mehr auf der Plattform gelistet.

Das Unternehmen Edeka Minden-Hannover hat gegenüber dieser Zeitung bestätigt, dass die Immobilie verkauft werden soll.

Im Wohngebiet am Premnitzer Dachsberg leben etwa 1360 Einwohner.

Die Edeka-Gruppe hat noch einen zweiten, größeren, „richtigen“ Edeka-Markt im Premnitzer Stadtzentrum.

In einem sozialen Netzwerk des Internets wird das Thema auch diskutiert. „Die können doch NP hier nicht wegnehmen“, heißt es da. Oder: „Dann muss ich mit meinem Rollator bis in die Stadt.“ Sogar: „Der Dachsberg wird verhungern.“ Was etwas übertrieben scheint.

Von Bernd Geske

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