Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Havelland Nabu beringt Jungstörche
Lokales Havelland Nabu beringt Jungstörche
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:41 28.06.2018
Tino Wachowiak und René Riep vom Nabu Westhavelland haben die Jungstorche beringt. Es wachsen 78 Jungstörche heran. Quelle: Norbert Stein
Rathenow

Sie klappern mit den Schnabel. So begrüßen sie Artgenossen oder ehren Gefahren ab. Die Menschen nennen sie deshalb auch Klapperstörche. Und es wird derzeit wieder viel geklappert im Westhavelland, besonders häufig in den Horsten der Störche auf Scheunen und Ställen. Die Störche haben Nachwuchs.

Im Umkreis von 5 Kilometern

Damit die Eltern ihre Jungen mit genügend Futter versorgen können, holen sie Nahrung herbei. Dafür fliegen sie auf Wiesen in einem Umkreis bis zu fünf Kilometer zu den Horsten. In den nächsten Wochen wird der Nachwuchs flügge und seine ersten Flugversuche probieren.

So war für den Nabu-Regionalverband Westhavelland wieder an der Zeit, in die Horste zu schauen und Jungstörche zu beringen. Begleitet wurden Tino Wachowiak, Vorsitzender und Stochenexperte des Regionalverbandes und René Riep, Geschäftsführer des Regionalverbandes auf ihrer Beringungstour von zehn Kindern der Jugendgruppe „Havelbiber“.

Mit einer Hebebühne kam der Nabu an die Nester heran. Quelle: Norbert Stein

Bei einem Storchenabend auf dem Hof der Naturparkverwaltung Westhavelland in Parey nutzen 50 Besucher die Möglichkeit von einer Hebebühne aus in ein Storchennest zu schauen. „Es war ein schöner Abend mit vielen interessanten Gesprächen und einer Filmvorführung“, sagt René Riep zufrieden.

Befürchtungen wurden nicht wahr

Der Geschäftsführer hat zudem eine frohe Kunde. Befürchtungen, die lang anhaltende Trockenheit in den letzten Wochen habe das Nahrungsaufkommen der Störche gemindert und damit auch dem Nachwuchs geschadet, bestätigten sich nicht. „2018 ist im Vergleich zu den Vorjahren ein durchschnittliches Storchennachwuchsjahr im Westhavelland“, sagt der Geschäftsführer des Nabu-Regionalverbandes.

In fast allen Nestern brüteten Paare. Quelle: Norbert Stein

In diesem Jahr haben in 23 Nestern Störche gebrütet. Beringt haben Tino Wachowiak und René Riep auf ihrer Tour 65 Jungstörche. 13 Jungstörche wurden nicht beringt, weil die Nester nicht erreichbar waren. So wachsen im Westhavelland in diesem Jahr insgesamt 78 Jungstörche heran.

2017 waren es 76 und im Jahr zuvor 82 Jungstörche. 2017 gab es der Region 26 Brutpaare. Drei Nester sind in diesem Jahr nicht besetzt, in Rathenow, Albertsheim und Görne. Auch gibt es in diesem Jahr kein Nest mit fünf Jungen. Dafür aber gleich in vier Nestern Vierlinge – in Stölln, Vieritz, Möthlitz und auf dem Strodehner Gahlberg.

Manche Tiere sind klein

In elf Nestern werden jeweils drei Junge flügge. Jedoch ist der Nachwuchs in diesem Jahr doch von recht unterschiedlicher Größe. So seien zwei Jungstörche auf einem Gittermast in Premnitz noch sehr klein, berichtet Riep von der Beringungstour. In Mützlitz ist ein Nest das erste Mal besetzt. Das Storchenpaar in Kleßen hat keinen Nachwuchs.

Im Seitenweg in Gülpe wurden vor zwei Wochen Junge aus dem Nest geworfen und in Nennhausen hat wahrscheinlich ein Waschbär das Nest geräubert.

Von Norbert Stein

Exponate Wanderschaft: Die historische Ausstellung zur Ketziner Geschichte ist im Laufe seiner über hundertjährigen Geschichte in vielen verschiedenen Gebäude der Stadt gezeigt worden.

28.06.2018

Welche Stärken und Schwächen haben Handel und Gewerbe, wenn sich die Betriebe in kleinen und mittleren Dörfern befinden? Das erkundete die IHK Potsdam bei einem Forum in Nennhausen.

27.06.2018

Erstmals schreibt die Kulturstiftung Havelland einen Kulturpreis aus. Dotiert ist er mit 3000 Euro. Bewerben dürfen sich Kreative aus allen Genres, sagte Landrat Roger Lewandowski.

27.06.2018