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Havelland 2800 Feuerwehreinsätze - nun ist Schluss
Lokales Havelland 2800 Feuerwehreinsätze - nun ist Schluss
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00:20 04.09.2017
Wolfram Maron (weißes Hemd) wird aus dem Dienst verabschiedet. Quelle: Norbert Stein
Rathenow

Wenn gestandene Feuerwehrleute nach der Ausbildung noch singen, gibt es dafür zumeist einen besonderen Anlass. Die Rathenower Feuerwehrleute schmetterten am Mittwoch nach ihrer Ausbildungslektion ein kräftiges „ Happy birthday to you“. Das Ständchen haben über 30 Männer und Frauen ihrem langjährigen Kameraden Wolfram Maron zum 65. Geburtstag gesungen. Anschließend befahl der stellvertretende Ortswehrführer Michael Schmidt die Truppe vor ein Einsatzfahrzeug mit Drehleiter. Mit einem feierlichen Appell verabschiedeten die Rathenower Feuerwehr Wolfram Maron aus dem aktiven Dienst, weil es das Gesetz mit Erreichen des 65. Lebensalters so vorschreibt.

Viele Ehrengäste

Bürgermeister Ronald Seeger, Stadtbrandmeister Jörg Eichmann, der frühere Rathenow Wehrführer Rainer Lemmler und der stellvertretende Präsident des Landesfeuerwehrverbandes Uwe Schulze waren gekommen, um Wolfram Maron „Danke“ zu sagen.

Angetreten zum Appell: die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Rathenow Quelle: Norbert Stein

Ortswehrführer Oliver Lienig würdigte seine Leistungen im Dienst der Freiwilligen Feuerwehr Rathenow. „Danke“, sagte er Wolfram Maron für 37 Jahre Einsatzbereitschaft und in dieser Zeit 2839 geleisteten Einätze. „Mit Dir geht ein Kamerad, der nicht nur stets für die Wehr da war, sondern der die Feuerwehr gelebt hat“, sagte Lienig und klopfte ihm anerkennend auf die Schulter.

Einsätze aller Art

Wolfram Maron half Brände zu löschen, Verletzte aus Unglücksfahrzeugen zu retten und befreite gemeinsam mit Kameraden Tiere aus heiklen Situationen. Mitunter war solche Hilfe nicht mehr möglich, weil zum Beispiel die Flammen sehr hoch schlugen und die Einsatzkräfte ein Gebäude nur noch kontrolliert abbrennen lassen konnten.

Er wird der Wehr fehlen

Oliver Lienig lobte den aus dem aktiven Dienst scheidenden Feuerwehrmann im Rang eines Brandmeisters für die Einsatzbereitschaft und sein umfangreiches Fachwissen, das er auch gerne jungen Feuerwehrleuten vermittelte. Er werde der Wehr nun fehlen – auch, wenn zum Beispiel die Drehleiter repariert werden muss. In solchen Situationen sei immer klar gewesen: „Mathonie“- wie er von seinen Kameraden genannt wird – muss ran und die „Mucken“ beheben“, sagte Lienig beim Appell.

Niemals geht man so ganz

Das gesetzlich vorgeschriebene Ausscheiden aus dem Dienst wird aber nicht Marons endgültiges Ende bei der Feuerwehr sein. Er wird auch zukünftig Kita-Gruppen durch die Feuerwache führen und auf der Jahreshauptversammlung 2018 wird er in die Alters- und Ehrenabteilung der Rathenower Feuerwehr aufgenommen.

Mit der Verabschiedung von Wolfram Maron wurde am Mittwoch eine neue Form der Würdigung auf den Weg gebracht. Jeder Kamerad, der aus Altersgründen aus der Wehr ausscheiden muss, wird nun mit einem Bild an dem Schrank gewürdigt, in dem er seine Einsatzkleidung hatte. „So soll er für immer unter uns sein“, erklärte der Wehrführer.

Zum Schluss ein Feuerlöscher

Bevor die Kameraden Wolfram Maron alles Gute und vor allem Gesundheit für den neuen Lebensabschnitt als Rentner wünschten, überreichte ihn die Wehrführung im Namen aller Feuerwehrleute einen Feuerlöscher mit der Aufschrift „Abgelaufen am 30. August 2017“.

Von Norbert Stein

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