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Nachnutzung der Buga-Parks ist umstritten

Wie weiter nach der BUGA in Rathenow? Nachnutzung der Buga-Parks ist umstritten

Wie sollen die Rathenower Buga-Flächen nachgenutzt werden? Als ein großer Park oder als zwei einzelne Geländeteile? Mit oder ohne Eintritt – oder beides? Darüber gibt es bei den Protagonisten verschiedene Ansichten. Sicher scheint aber, dass die Verwaltung von Optikpark und Weinberg in einer Hand liegen soll.

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Optikpark und Weinberg in Rathenow

Quelle: Optikpark GmbH

Rathenow. Im Sommer 2006, als die Stadtverordneten in Rathenow das Nachnutzungskonzept für die Landesgartenschau 2006 debattierten, war schnell klar, wie die Zukunft aussieht. Aus der Landesgartenschaufläche sollte ein hochwertiger Park werden, in dem unterschiedliche Programme im Angebot sind – vom Grünen Klassenzimmer bis zum „Talk im Park“.

Jetzt, im Jahr 2015, müssen die Stadtverordneten das erfolgreiche Parkkonzept neu diskutieren. Denn mit dem Weinberg ist in Rathenow ein zweiter Park entstanden, der zur Bundesgartenschau mit dem Optikpark eine Einheit bildet. Das Verbindungsstück ist die Brücke. Nun könnte alles ganz einfach sein. Aus dem Optikpark wird ein neuer, großer Park, der den Weinberg und die Brücke einschließt. Der Zaun würde bleiben und ab dem kommenden Jahr würde der Parkeintritte ein bis zwei Euro kosten.

Der Weinberg darf keinen Eintritt kosten

Doch so einfach ist das nicht, sagt Hans-Jürgen Lemle, Buga-Beauftragter, der Stadt Rathenow. Viele Jahre war er Geschäftsführer des Optikparks und hat zum Erfolg dieser Einrichtung beigetragen. Inzwischen sind Joachim Muus und Elfie Balzer die Geschäftsführer der Optikpark GmbH, die wahrscheinlich in Zukunft die Verwaltung der ehemaligen Bugaflächen übernimmt. Allerdings gibt es Probleme mit der Idee, einen großen Park anzubieten – zumindest, wenn Eintritt verlangt wird. Weil die Weinberg-Gestaltung – und das Brückenprojekt mit Fördermitteln aus dem Tourismusprogramm des Wirtschaftsministeriums für die Bundesgartenschau hergerichtet wurden, sollen beide nach der Buga frei zugänglich sein.

Es gab schon erste Überlegungen, wie man die Brücke und den Weinberg ohne Eintritt gestalten könnte. Es sieht so aus, als ob der Optikpark an seinem Südende ein Stück Land abtreten muss. Ein Zaun würde errichtet, so dass die Brücke auf öffentlichen Wegen am Park vorbei zum Schwedendammsportplatz führt. Nachteil: der Floßanleger wäre nicht mehr Teil des Optikparks, die Farbraumebene auch.

Die Weinbergbrücke verbindet Optikpark und Weinberg

Die Weinbergbrücke verbindet Optikpark und Weinberg.

Quelle: imago

Und noch ein Problem erkennen Förderer des Optikparks: zwischen dem öffentlichen Weinbergpark und dem Optikpark könnte eine Konkurrenzsituation entstehen. Die Spielplätze Echsenland und der Abenteuerspielplatz unterhalb des Bismarckturmes könnten Besucher ohne Eintritt in Anspruch nehmen. Für den Optik-Spielplatz müsste weiter Eintritt gezahlt werden – wenn auch nur wenig. Ähnliches gilt für die floristischen Werte auf dem Weinberg. Hier allerdings ließen Rathenows Bürgermeister Seeger und Hans-Jürgen Lemle durchblicken, dass vom Blumenzauber der Gartenschau nicht mehr allzu viel über bleibt – es fehlt das Geld für die Pflege.

In anderen Buga-Städten nimmt man Geld

Warum aber, so wird gefragt, soll nicht in Rathenow funktionieren, was in anderen ehemaligen Buga-Städten funktioniert. So müssen Besucher der ehemaligen Buga-Parks in Cottbus, Potsdam oder Magdeburg Eintritt bezahlen. Und auch hier flossen Fördermittel zur touristischen Infrastruktur. „Wenn man den Buga-Park in Rathenow mit Weinberg und Optikpark erhalten will, dann muss man das wollen“, sagt ein Kenner des Optikparks. Es werde nicht helfen, wenn Besucher des Optikparks an einem Zaun stehen und keinen direkten Zugang zu der Brücke haben und umgekehrt. So sei die Weinbergbrücke nach der Buga keine echte Verbindung mehr.

Die Debatte um den richtigen Weg hat gerade erst begonnen. In der vergangenen Sitzung hatten die Stadtverordneten das Thema auf dem Tisch. Bis zur Sitzung im September will die Verwaltung ein Konzept vorlegen. Das wird allerdings von den Sparzwängen mitgeprägt. Welche Zuschüsse für den Optikpark möglich sind, steht schon fest. Wesentlich mehr könnte die Verwaltung eines gemeinsamen Parks (Optikpark und Weinberg) nicht erwarten.

Weinberg und Optikpark

Der Optikpark wurde zur Landesgartenschau 2006 gebaut. Er entstand am Schwedendamm direkt neben dem Havelaltarm.

Der Weinberg war auch zur Landesgartenschau eine Teilkulisse, aber die Besucher konnten das Gelände betreten, ohne Eintritt zu bezahlen.

Im Optikpark finden im Laufe eines Jahres viele Veranstaltungen statt, die für die Besitzer einer Dauerkarte frei zugänglich sind.

Eine Brücke verbindet seit Eröffnung der Buga Weinberg und Optikpark.

Die Stadtverordneten in Rathenow müssen bis zum Ende des Jahres festlegen, wie es mit den beiden Geländeteilen weitergeht.

 

Von Joachim Wilisch

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