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Nachtarbeit auf der Kippe

Brieselanger Anwohner wehren sich Nachtarbeit auf der Kippe

Die Errichtung der Traglufthalle, die zum Teil in Nachtarbeit entstehen soll, um das Provisorium für Flüchtlinge schnell bezugsfertig zu machen, schlägt in Brieselang hohe Wellen. Anwohner haben jetzt Widerspruch gegen die Ausnahmegenehmigung des Landesumweltamts eingelegt. Nachts darf wohl nun doch nicht gearbeitet werden.

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Der Bauplatz für die Traglufthalle.

Quelle: Andreas Kaatz

Brieselang. Gegen Nachtarbeit auf dem Gelände der geplanten Traglufthalle in Brieselang haben mindestens drei Anwohner Widerspruch eingelegt. Darüber informierte jetzt der Anwohnerkreis Traglufthalle Brieselang. Da diese Widersprüche gegen die Ausnahmegenehmigung des Landesumweltamtes aufschiebende Wirkung hätten, dürfe die Firma Paranet nun bis zum Abschluss der Widerspruchsverfahren nicht nachts arbeiten. Somit dürfte zumindest über den Jahreswechsel Ruhe herrschen, meint Heiko Dünkel von der Initiative und fügt hinzu: „Nicht nur der Bürgermeister und viele Gemeindevertreter, sondern auch wir unmittelbaren Anwohner sind inzwischen empört, wie man bei diesem Vorhaben mit den Menschen umgeht. Das betrifft nicht nur die gegenwärtigen Bauarbeiten.“

Der Vertreter des Anwohnerkreises reagierte damit auf den Artikel vom 24. Dezember. Wie berichtet, erlaubt es das Landesamt für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz (LUGV), dass die Firma Paranet im Zeitraum bis 16. Januar in maximal zehn Nächten arbeiten darf, damit die als Notunterkunft geplante Traglufthalle für 300 Flüchtlinge so schnell wie möglich aufgestellt werden kann. Denn das Unternehmen ist im Verzug. Eigentlich sollte die Halle bis 19. Dezember übergeben werden. Auch Bürgermeister Wilhelm Garn (CDU) hat sich bereits gegen die Ausnahmegenehmigung zur Nachtarbeit ausgesprochen. Von der Firma Paranet liegt keine Stellungnahme vor.

Der Anwohnerkreis Traglufthalle vertritt nach eigenen Angaben derzeit mehr als 60 Nachbarn. Die kritisieren den Landkreis unter anderem dafür, dass er die Anwohner nicht angemessen einbezieht und bezweifeln, dass eine echte Standortabwägung vorgenommen worden ist. Sie fordern eine verbindliche Befristung der Halle.

Von Andreas Kaatz

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