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Havelland Nadelöhr Spandau bremst den Bahnverkehr
Lokales Havelland Nadelöhr Spandau bremst den Bahnverkehr
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14:41 25.03.2019
Blick auf den Spandauer Bahnhof: Durch dieses Nadelöhr im Westen der Hauptstadt müssen die Regionalzüge aus dem Havelland. Quelle: Enrico Berg
Havelland

Der Ausbau der Lehrter Stammbahn ist beschlossene Sache. Zwar soll die Strecke erst 2034 fertig werden, aber dann wird sich die Situation für Bahnfahrer auf der Strecke von Rathenow nach Berlin merklich entspannen.

Ein durchgehendes Stammbahngleis zwischen Rathenow und Berlin würde den Regional- vom Fernverkehr trennen. Das zeitaufwendige Ein- und Ausfädeln von Regionalzügen auf die Schnellbahntrasse entfiele, die Fahrtzeit würde sich verkürzen und der Takt könnte verdichtet werden.

Ärger über Wartezeiten vor dem Bahnhof

Allerdings ist der Abschnitt zwischen Nennhausen und Wustermark nicht die einzige Engstelle auf dem Weg ins Berliner Zentrum. Auch der Spandauer Bahnhof ist ein Nadelöhr. Immer wieder beschweren sich Pendler aus dem Havelland darüber, dass die Züge vor der Einfahrt in den Bahnhof minutenlang warten müssen, weil alle Gleise besetzt sind.

Alexander Goldmann, Wirtschaftsamtsleiter der Stadt Rathenow, wollte deshalb bei der Informationsveranstaltung der Deutschen Bahn zum Ausbau der Stammbahn wissen, ob denn die Beseitigung dieser Engstelle geplant sei. „Der ganze Nutzen, den der Ausbau der Stammbahn bringt, wäre dahin, wenn die Züge nicht durch den Spandauer Bahnhof kommen“, sagte Goldmann. Möglicherweise könne sogar die ersehnte Taktverdichtung auf der Linie RathenowBerlin nicht umgesetzt werden, wenn im Bahnhof Spandau die Kapazitäten nicht erhöht werden.

Problem ist bekannt

Der Deutschen Bahn ist das Problem bekannt. Und auch die Politik hat sich mit dem Thema bereits befasst. Im Zuge der im vergangenen Jahr von den Ländern Berlin und Brandenburg vorgestellten Vereinbarung zum Ausbau von acht stark belasteten Bahnstrecken zwischen der Hauptstadt und dem Berliner Umland soll auch untersucht werden, ob die Kapazitäten des Spandauer Bahnhofs erweitert werden können.

„Der Ausbau des Spandauer Bahnhofs wäre sehr anspruchsvoll, aber nicht unmöglich“, sagt ein Bahnsprecher auf MAZ-Anfrage. Platz für zusätzliche Gleise sei vorhanden. Allerdings handele es sich sowohl planerisch als auch genehmigungstechnisch um ein sehr aufwendiges Projekt.

Jürgen Bahn, Leiter des Ausbauvorhabens „Lehrter Stammbahn“. Quelle: Markus Kniebeler

Auch der Ausbau der Stammbahn hat es in sich. Vor allem der Neubau eines Gleises zwischen den Abzweigen Bamme und Ribbeck ist – insbesondere was die Genehmigung angeht – nach Auskunft des Projektleiters eine zeitaufwendige Angelegenheit.

Übrigens werden im Zuge des geplanten Stammbahn-Ausbaus mehrere Varianten geprüft. Fest steht, dass durch den Lückenschluss zwischen den Abzweigen Bamme und Ribbeck der Regionalverkehr ab 2034 auf einem eigenen Gleis unterwegs sein wird. Möglich ist es nach Auskunft von Projektleiter Jürgen Bahn auch, dass die Stammbahn – zumindest abschnittsweise – zweigleisig ausgebaut wird. Zwischen den Trappenschutzwällen etwa würden definitiv zwei Stammbahngleise verlegt. Untersucht werde nun etwa, ob es sinnvoll sei, die Stammbahn bis Rathenow auf zwei Gleisen fahren zu lassen.

Diese Entscheidungen müssen bis spätestens Ende 2027 getroffen sein. Denn dann soll der Ausbau der Stammbahn beginnen.

Von Markus Kniebeler

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