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Nächster Anlauf zur Photovoltaik gescheitert

Döberitz Nächster Anlauf zur Photovoltaik gescheitert

Der Ortsbeirat von Döberitz hatte sich im März mit drei Nein-Stimmen gegen die Installation von Photovoltaik-Anlagen parallel zur Städtebahn ausgesprochen. Der Projektentwickler hatte darum gebeten, sein Vorhaben auch einmal persönlich vorstellen zu dürfen. Das hat er am Montagabend im Ortsbeirat Döberitz getan, doch der hat noch einmal abgelehnt.

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Jeweils rund 100 Meter breit sollten die Photovoltaik-Anlagen links und rechts neben die Gleise der Städtebahn platziert werden.
 

Quelle: Bernd Geske

Döberitz.  In der Gemarkung Döberitz wird es auch weiterhin links und rechts der Bahnlinie keine Photovoltaik-Anlagen geben. Dafür hat sich der dreiköpfige Ortsbeirat am Montagabend einheitlich ausgesprochen. Eine richtige Abstimmung über das Thema hatte es bereits auf der Sitzung im März gegeben, da waren drei Gegenstimmen bekundet worden. Zur gleichen Zeit hatten damals die Mitglieder des Wirtschaftsauschusses der Premnitzer Stadtverordneten mit einem Ja und vier Enthaltungen votiert.

Die Verwaltung hatte den beiden Gremien das Projekt vorgelegt und um eine Grundsatzentscheidung gebeten, die richtungsweisend sein sollte. Nach den ersten beiden Abstimmungen im März war es für die Verwaltung dann klar, dass Anträge auf Photovoltaik-Anlagen nicht befürwortet werden. Der Projektentwickler Michael Pawlik, der ein Ingenieurbüro in der Nähe von Torgau betreibt, hatte aber darum gebeten, sein Vorhaben noch einmal persönlich dem Wirtschaftsausschuss und dem Ortsbeirat vorstellen zu dürfen. Diesem Wunsch war entsprochen worden.

Michael Pawlik: Für die Flächeneigentümer wäre es ein gutes Geschäft

„Wir würden die Photovoltaik-Anlagen sehr gerne bauen“, hat Michael Pawlik dieser Zeitung gesagt. Außer von der Bahn her würden sie nicht zu sehen sein. Man wäre auch bereit, eine dreireihige Hecke als Sichtschutz außen herum zu pflanzen. Rund 20 Hektar würden gebraucht, das ließe sich mit zwei jeweils rund 100 Meter breiten Streifen links und rechts neben der Bahnlinie erreichen. Für die Flächeneigentümer wäre das ein gutes Geschäft, teilte Michael Pawlik mit.

Mit Photovoltaik-Nutzung würden sie pro Hektar eine Pacht von 2500 Euro im Jahr erhalten. Gegenwärtig liege die Pacht für die landwirtschaftlich genutzten Flächen zwischen 150 und 300 Euro je Hektar. Höhere Pachteinnahmen würden sich in höherer Kaufkraft für die Region auszahlen. Es würde um rund 20 Bodeneigentümer gehen. Die Landwirtschaftsflächen an der Bahn brächten kaum Erträge, weil ihr Bodenwert gering sei.

Der Wirtschaftsausschuss richtet sein Urteil nach dem Ortsbeirat

Für das Projekt sprach sich auch der Landwirt Claas Hinners aus Jerchel aus, der im genannten Bereich Flächen besitzt oder pachtet. Es sei für ihn das einfache betriebswirtschaftliche Einmaleins, sagte er. Wenn für die landwirtschaftliche Nutzung nur ein Zehntel der Pacht gezahlt werde als für Photovoltaik-Anlagen in Aussicht stehe, dann sei für ihn die Entscheidung klar.

Wie die stellvertretende Premnitzer Bürgermeisterin Carola Kapitza mitgeteilt hat, hatten sich die Mitglieder des Ausschusses für Wirtschaft entschieden, dem Votum des später tagenden Döberitzer Ortsbeirats zu folgen.

Wie der Döberitzer Ortsvorsteher Jürgen Mulsow (DMP) nun berichtet, bekamen der Projektentwickler und ein Flächeneigentümer in der Fragestunde des Ortsbeirates die Gelegenheit, ihr Vorhaben vorzustellen. Auch danach hätten sich aber alle drei Mitglieder des Ortsbeirats gegen das Projekt ausgesprochen. „Wir haben ein kleines sauberes Dorf, in dem es sich schön leben lässt“, resümierte der Ortsvorsteher. Eine Photovoltaik-Anlage würde die Wohnqualität herabsetzen. Es sei besser, wenn auch künftig auf den genannten Flächen die Landwirtschaft betrieben wird.

Von Bernd Geske

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