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Havelland Nächtliche Raserei endet im Baum
Lokales Havelland Nächtliche Raserei endet im Baum
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00:18 19.08.2016
Der Unfallwagen kam von der Straße ab, durchbrach ein Geländer und landete in einem Baum. Quelle: Julian Stähle
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Dallgow-Döberitz

Klein beigeben wollte keiner von beiden: Auf der Wilmsstraße in Dallgow-Döberitz haben sich zwei Autofahrer am späten Montagabend allem Anschein nach ein Kräftemessen geliefert, das für einen von ihnen beinahe im Krankenhaus geendet hätte. Immer wieder überholten sich die beiden mit überhöhter Geschwindigkeit, bis eines der Fahrzeuge kurz vor der Eisenbahnbrücke ins Schleudern geriet. Der Wagen durchbrach das Straßengeländer, stürzte den Abhang hinab und blieb dort regelrecht in den Bäumen hängen.

Doch wie durch ein Wunder wurde der Fahrer bei dem Aufprall offenbar nicht schwerer verletzt: Als Polizei und Feuerwehr um kurz nach 23 Uhr an der Unfallstelle eintrafen, war der verunglückte Seat leer, der Fahrer geflüchtet. Zeugen berichteten, sie hätten einen Mann davon rennen sehen. Der andere Autofahrer war ebenfalls verschwunden – er war nach dem Unfall einfach weiter gerast.

In dem verunglückten Fahrzeug fanden die Ermittler eine Sporttasche mit Kleidungsstücken. Mit einem Fährtenhund versuchten sie den Fahrer auffindig zu machen, doch die Spur verlief sich in einem Waldstück. Dafür entdeckte die Polizei in einer Dallgower Seitenstraße den mutmaßlich am Unfall beteiligten zweiten Wagen, einen VW. Der Motor war noch warm, doch vom Fahrer keine Spur. Das Auto soll nach Informationen der MAZ ein Havelländer Kennzeichnen gehabt haben.

Auch am Tag danach liegen an der Unfallstelle noch Trümmerteile herum, darunter das zerbeulte Autokennzeichen und Reste eines Scheinwerfers. Anstelle des Geländers flattert rot-weißes Absperrband im Wind. „Dass der Fahrer das überlebt hat, ist kaum zu glauben“, meint ein Mann, als er die Stelle begutachtet.

Mittlerweile hat die Polizei den Halter des Seats ermitteln können. Die Berliner Kollegen hätten ihn am Abend aber nicht mehr persönlich angetroffen, sagt Polizeisprecher Heiko Schmidt. Er werde nun zunächst als Zeuge vorgeladen, weil man zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen könne, ob er in jener Nacht auch selbst gefahren sei. Als gestohlen gemeldet sei das Auto jedenfalls nicht. Die weiteren Ermittlungen würden nun ergeben, ob der Halter zum Beschuldigten wird, so Schmidt. Das Fahrzeug werde derzeit kriminaltechnisch untersucht, auch darauf, ob der Seat möglicherweise getunt gewesen war. Ob der gefundene VW etwas mit dem Unfall zu tun hat, wollte die Polizei zu diesem Zeitpunkt noch nicht sagen. „Von einem Autorennen zu sprechen, ist nach derzeitigen Erkenntnissen übertrieben“, sagt Heiko Schmidt.

In Dallgow sind die Menschen geschockt, aber auch wütend. „Jetzt kommen die schon hierher, um ihre Rennen zu fahren“, schimpft eine Frau im nahegelegen Café „Kühnbaum“. Ein Unding sei das. Dass es jemand aus dem Ort gewesen ist, glaubt sie nicht: „Wir haben zwar auch Halbstarke in Dallgow, aber die machen ihre Wettrennen eher mit dem Fahrrad.“ Eine andere Frau meint ebenfalls, man habe bislang eigentlich keine Probleme mit illegalen Autorennen gehabt. Das sei schließlich die Wilmsstraße und nicht der Berliner Kurfürstendamm. Dort war Anfang des Jahres ein Unbeteiligter durch ein solches Rennen ums Leben gekommen.

Von Philip Häfner

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