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Havelland Nahwärmenetz mit Schule und Rathaus entsteht
Lokales Havelland Nahwärmenetz mit Schule und Rathaus entsteht
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00:17 02.08.2017
Die Heizzentrale entsteht im Grundschulgebäude. Quelle: Jens Wegener
Wustermark

Ein Elektroauto für Außendienstmitarbeiter der Verwaltung gibt es in Wustermark bereits. Ebenso bezieht die Gemeinde Ökostrom zur Versorgung der kommunalen Einrichtungen. Jetzt folgt der nächste Schritt beim Umsetzen des Klimaschutzkonzeptes: Es entsteht ein Nahwärmenetz. Von der Heizzentrale im Bestandsgebäude der Grundschule „Otto Lilienthal“ werden künftig das Schulgebäude selbst, der Aula-Anbau, der demnächst entstehende Schulerweiterungstrakt mit Hort und das Rathaus Wustermark mit Wärme versorgt. So haben es die Gemeindevertreter beschlossen. Lediglich die Bürgerbegegnungsstätte Wustermark im Mühlenweg fällt raus. Ein von der Gemeinde beauftragtes Ingenieurbüro hatte ermittelt, dass deren Anschluss an das Nahwärmenetz nicht wirtschaftlich ist, weil es zu große Wärmeverluste wegen der langen Leitungen geben würde. Statt dessen soll die alte Ölheizung in der Bürgerbegegnungsstätte gegen eine neue Gasheizung ausgetauscht werden, schlagen die Experten vor.

Die Pläne für die Heizzentrale in der Grundschule sehen wie folgt aus: Die bestehende Gusskesselanlage aus dem Jahr 1993 wird umgerüstet in eine Brennwertkesselanlage mit zusätzlichen Gas-Absorptions-Wärmepumpen und einem Blockheizkraftwerk. Das soll eine elektrische Leistung von 5,5 kW und eine thermischen Leistung von 12,5 kW haben.

„Fortschrittlich und effizient“ bezeichnet der Fraktionschef der Linken in Wustermark Tobias Bank das Nahwärmenetz. „Um die Energieeffizienz zu steigern und selbsterzeugten Strom zu nutzen, hat sich nach harten Diskussionen mit der Verwaltung und dem Vorlegen von Daten unsererseits, die Gemeindeverwaltung bereiterklärt, sich des Themas der Eigenenergieversorgung anzunehmen. Jetzt fahren wir das Ergebnis ein.“ Bank hatte sich gemeinsam mit dem Experten Stefan Tiffert, der für die Linke als sachkundiger Einwohner im Wustermarker Bauausschuss mitarbeitete, „die ganze Saison 2013 lang maßgeblich für das Projekt eingesetzt“. Eine dezentrale und quartiersbezogene Energieversorgung sei schon damals die Idealvorstellung der Linken gewesen. Auch wenn die Bürgerbegegnungsstätte samt Jugendklub nicht eingebunden werden kann, ist das Ergebnis trotzdem ein Erfolg“, freut sich Bank.

Von Jens Wegener

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