Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Havelland Naturpark Westhavelland ist ein Paradebeispiel
Lokales Havelland Naturpark Westhavelland ist ein Paradebeispiel
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:11 02.11.2016
Naturparkleiterin Ilona Langgemach (l.) führt mit Vertretern der Naturwacht und der Gemeinde die Besucher um den Milower Berg. Quelle: Ch. Schmidt
Anzeige
Milow

Zuerst ein ausgiebiger Rundgang über den Milower Berg, im Anschluss in der Dämmerung auf Tuchfühlung mit den Zwergzebus auf der Streuobstwiese und danach ein Glas Apfelsaft im Naturparkzentrums – die Leiterin des Naturparks Westhavelland, Ilona Langgemach, weiß, wie man Besucher beeindruckt. Gemeinsam mit Vertretern der Gemeindeverwaltung Milower Land, der Naturwacht Westhavelland und des Regionalverbandes des Naturschutzbundes empfing sie am Mittwochnachmittag den Naturschutzbeirat des Ministeriums für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft Brandenburg.

Zum ersten Mal hatte sich das neunköpfige Gremium in Milow, mitten im Naturpark Westhavelland getroffen und das nicht ohne Grund. Thema der Sitzung waren unter anderem die Belange der Großschutzgebiete. Statt über diese fernab in der Landeshauptstadt zu beraten, entschlossen sich die Mitglieder zu einer Vor-Ort-Tagung.

Großschutzgebiete im Fokus

„Der Naturpark Westhavelland ist ein Paradebeispiel wenn es um die Zusammenarbeit zwischen Naturparkverwaltung, Kommunen und Landwirtschaft geht. Die Suche nach Lösungen wird hier sehr kooperativ angegangen. Deshalb wollten wir uns direkt vor Ort ein Bild von dieser vorbildlichen Arbeit machen“, erklärte Beiratsmitglied Professor Doktor Harald Kächele vom Leibnitz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung in Müncheberg. Eine Entscheidung die vor allem die Leiterin des Naturparks Westhavelland begrüßte. „Zum einen freue ich mich, dass die Wichtigkeit der Großschutzgebiet thematisiert wird, zum anderen wird durch den Besuch des Naturschutzbeirats auch die Arbeit hier vor Ort wertgeschätzt“, betonte Ilona Langgemach.

Nach der Tour durch Milow und einer abendlicher Diskussionsveranstaltung zum Thema „Naturschutz für Landwirtschaft – gemeinsam Potenziale nutzen“ stand am Donnerstag noch eine interne Beratung mit Minister Jörg Vogelsänger (SPD) auf dem Programm. Dabei ging es unter anderem um die Novellierung des Wassergesetzes und die zukünftige Stellung der Kuratorien der Großschutzgebiete. „Ein wichtiges Thema für uns war zudem die Frage nach dem Umgang mit Niederungsflächen. Unser Ziel ist es, diese Kulturlandschaften zu bewahren. Dabei gilt es noch einige Hürden zu meistern. Allerdings kann das nur im Einklang mit der Landwirtschaft, den Kommunen, Verbänden und Vereinen gelingen. Die Möglichkeit, diese Dinge in einem solchen Rahmen offen anzusprechen und zu diskutieren, ist ein erster wichtiger Schritt. Wir sind auf einem guten Weg“, so das optimistische Fazit der Naturparkleiterin.

Der Naturschutzbeirat und seine Aufgaben

Der Naturschutzbeirat des Ministeriums für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft in Brandenburg übt eine wissenschaftlich beratende Funktion für das Ministerium aus.

Seine Aufgaben sind im Brandenburger Naturschutzgesetz festgeschrieben.

Der Beirat hat den Auftrag, die Oberste Naturschutzbehörde des Landes durch Vorschläge und Anregungen fachlich zu unterstützen, Fehlentwicklungen in Natur und Landschaft entgegen zu wirken und der Öffentlichkeit die Absichten und Ziele des Naturschutzes und der Landschaftspflege zu vermitteln.

Die Naturschutzbeiräte werden für eine Legislaturperiode durch die Minister ernannt und arbeiten ehrenamtlich. Derzeit gibt es neun Experten, die 2011 durch Ministerin Tack ernannt wurden.

Von Christin Schmidt

Eine Lösung gibt es im Streit um die Trainingszeiten in den Ketziner Sporthallen. Die Vergabeordnung wird so geändert, dass auch kleinere Vereine im Winter die Halle öfter nutzen können.

02.11.2016

Der Anteil pflegebedürftiger Menschen ist im Havelland im Vergleich zu anderen Regionen in Deutschland hoch. Mit Hilfe eines Projektes soll nun herausgefunden werden, warum dies so ist und wie die Zahl der betroffenen Menschen verringert werden kann – etwa, indem die allgemeine Lebensqualität verbessert wird.

02.11.2016

Die Arbeiten zur Fertigstellung der Schallschutzwand an der Rathenower ICE-Strecke gehen gut voran. Die Lücken in dem knapp 4,5 Kilometer langen Bauwerk sind geschlossen. Vor Weihnachten soll die Baustelle geräumt sein. Zehn Millionen Euro hat die Deutsche Bahn in das Vorhaben investiert.

02.11.2016
Anzeige