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Naturwacht errichtet Krötenschutzzaun

Parey Naturwacht errichtet Krötenschutzzaun

Der Frühling ist da, bald sind die Nächte frostfrei. Dann beginnen sich die Kröten zu ihren Laichplätzen zu bewegen und müssen oft Straßen überqueren. Darum errichtet die Naturwacht aktuell Schutzzäune. Die gibt es aber nicht überall im Westhavelland.

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Mitarbeiter der Naturwacht errichten bei Parey einen Schutzzaun, damit Kröten nicht überfahren werden.

Quelle: norbert Stein

Parey. Starker Wind und Regenschauer erforderten am Donnerstag wetterfeste Arbeitskleidung. So waren an dem Tag auch die Mitarbeiterinnen der Naturwacht Westhavelland und ihre Helfer von der Naturparkverwaltung und des Naturparkzentrums beim Aufstellen eines Amphibienschutzzaunes entlang der Straße von Hohennauen nach Parey mit entsprechender Kleidung ausstaffiert. Dennoch zwang sie das Wetter zu gelegentlichen Arbeitsunterbrechungen.

Jedes Jahr, wenn sich der Winter verabschiedet, ziehen tausende Frösche, Kröten und Molche von der Großen Grabenniederung zu den Gräben und Feuchtwiesen in der unteren Havelniederung. Dafür müssen sie die Straße überqueren.

Auch wenn die Straße nicht stark befahren ist, wäre eine Überquerung für die Amphibien sehr gefährlich. Sie haben es nun mal nicht eilig und sind ziemlich langsame Tiere. Deshalb baut die Naturwacht schon seit Jahren an der nördlichen Straßenseite einen Schutzzaun. Rund 1,7 Kilometer lang und 30 Zentimeter hoch ist der Schutzzaun, den die Naturwacht mit ihren Helfern in eine bereits zuvor gezogene Furche gesetzt haben.

Anschließend wurde der Schutzzaun mit Erde und an Stangen befestigt. Vor den Schutzzaun setzten die Helfer alle 10 bis 15 Meter einen Eimer in die Erde. Wenn die Frösche, Kröten und Molche aus Großen Grabenniederung kommen, müssen sie am Zaun entlang laufen und fallen in einen Eimer, erläutert Sabine Schindler-Clausner von der Naturwacht.

Die Mitarbeiter der Naturwacht werden jeden Morgen die Eimer kontrollieren, die Tiere nach Arten zählen, sie anschließend über die Straße tragen und in Freiheit setzen. So wurden in den letzten Jahren jeweils etwa 5000 Exemplare sicher über die Straße gebracht. Moorfrösche und Knoblauchkröten waren dabei am zahlreichsten vertreten. Auch Erdkröten, Kreuzkröten, Wasser- und Grasfrösche sowie mehrere Molcharten waren in den Eimern.

Bleiben die Nächte frostfrei und steigen die Temperaturen weiter,beginnt in den nächsten Tagen die Amphibienwanderung. Die Kammmolche werden wohl zuerst kommen, berichten die Erbauer des Amphibienschutzzaunes aus Erfahrungen der letzten Jahre. Anfang Mai, wenn alle Frösche, Molche und Kröten gewandert sind, wird der Schutzzaun wieder abgebaut.

Entlang der Straße Hohennauen-Parey steht der einzige Amphibienschutzzaun im Westhavelland. Die Straße von Rathenow nach Bamme hat einen Amphibientunnel. Sorgen bereitet der Leiterin der Naturwacht Westhavelland, Heike Rothe, die Situation im Bereich des Premnitzer Stadtsees, wo es viele Kröten, Frösche und Molche gibt, die ungeschützt über die Straße müssen und es oft nicht schaffen.

Die Naturwacht und die Naturparkverwaltung Westhavelland bitten alle Kraftfahrer um Rücksicht, damit Amphibien unbeschadet Straßen überqueren können.

Von Norbert Stein

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