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Havelland Nauen: Krüger empört den Kreistag
Lokales Havelland Nauen: Krüger empört den Kreistag
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00:29 10.09.2015
Mike Krüger reagiert stoisch auf die Kritik der Fraktionsvorsitzenden im Kreistag. Sie sei oberflächlich, sagt der CDU-Mann. Quelle: Archiv
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Falkensee

Die asylkritischen Äußerungen des Abgeordneten Mike Krüger (CDU) haben im Kreistag für Empörung gesorgt. Drei Fraktionen fordern die CDU nun zum Handeln auf. Mike Krüger hatte der Politik eine Mitschuld am Brand der Turnhalle in Nauen gegeben. Auf Facebook sprach er von einer „verfehlten Asylpolitik“. Wer denke, das seien alles nur Nazis, habe das Problem noch lange nicht erfasst. Der Falkenseer hatte außerdem Facebook-Gruppen wie die NPD-nahe Seite „Nein zum Heim in Falkensee“ oder „Pegida“ mit „gefällt mir“ markiert und einen Beitrag der rechtsextremen Seite „Sachsen wehrt sich“ übernommen.

Die CDU sei gefordert, sich mit dem Verhalten auseinanderzusetzen und sich zu erklären, sagte die Kreistagsvorsitzende Manuela Vollbrecht (SPD). Auch Andrea Johlige, Vorsitzende der Linken-Fraktion, forderte, dass die CDU die Angelegenheit klären müsse. „Herr Krüger hat als Mandatsträger Verantwortung. Wenn er sich dermaßen äußert, befeuert das die Stimmung in der Öffentlichkeit.“ Konsequenz könne etwa ein Fraktionsausschluss sein, sagte die Linke.

Hans-Hermann Schultze, Fraktionsvorsitzender von FDP/Bauern/Familie, bezeichnet Krügers Äußerungen als „befremdlich und unakzeptabel“. Gewalt gegen Asylbewerber und Unterbringungseinrichtungen sei durch nichts zu entschuldigen. „Ich gehe davon aus, dass die CDU Havelland sich verantwortungsvoll mit dem Verhalten ihres Mitglieds auseinandersetzt und die notwendigen Schlüsse zieht.“

Mike Krüger reagiert stoisch auf diese Kritik der Vorsitzenden. Diejenigen, die ihn nach wenigen, aus dem Kontext gezogenen Zitaten beurteilten, sollten bei ihrer Oberflächlichkeit bleiben. Krüger habe auf Facebook auch betont, dass politisch motivierte Brandstiftung aufs Schärfste verfolgt gehöre.

Unterdessen hat der CDU-Fraktionsvorsitzende Michael Koch angekündigt, in der Fraktion das Gespräch mit Krüger zu suchen. Der hatte sich nicht, wie von Koch gefordert, von seinen Äußerungen distanziert. Krüger hatte nur eingeräumt, nicht gewusst zu haben, dass die Seite „Nein zum Heim in Falkensee“ von NPD-Anhängern betrieben werde. Auf der Facebook-Seite wird aufs Übelste gegen Asylbewerber gehetzt. Zuletzt hatte etwa ein Nutzer in Anspielung auf den Turnhallenbrand geschrieben „zur Not machen wir es wie Nauen“.

Von Marco Paetzel

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