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Havelland Nauen: Sortieren im Akkord
Lokales Havelland Nauen: Sortieren im Akkord
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00:27 16.11.2015
Es bleibt noch eine Menge zu tun – Erika Müller und Anne König packen mit an. Quelle: Laura Sander
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Nauen

Noch stapeln sich die Umzugskartons in der frisch umgebauten und renovierten Stadtbibliothek im Nauener Familienzentrum. Zwischen halb leeren Regalen sortieren Erika Müller und Anne König im Akkord. „Die beiden haben mir schon im Vorfeld ihre Hilfe angeboten und sogar extra Urlaub genommen. Ohne sie würde ich es nicht schaffen“, sagte gestern Bibliothekarin Ute Hein. Wo bis Mittwoch noch die Handwerker beschäftigt waren, sollen am Montag um 13 Uhr bereits die ersten Besucher begrüßt werden. „Wir müssen noch sehen, wie wir alles abschließend hinstellen. Aber ich bin zuversichtlich, dass wir es schaffen“, so Heike Buckenauer, Leiterin des Familien- und Generationenzentrums.

Ganze sechs Wochen war die Bibliothek während der Umbauarbeiten geschlossen. Ein neuer Eingangsbereich mit Tresen für Ute Hein ist entstanden, neues flexibles Licht sorgt für eine bessere Ausleuchtung. Die alten Regale wurden gekürzt und aufgewertet, Raum für eine Kinderbibliothek geschaffen. Insgesamt wurden allein in die Ausstattung rund 10 000 Euro investiert. „Ganz neu ist auch die frei zugängliche Teeküche, in der sich jeder Nutzer gegen einen kleinen Betrag bedienen und sich in die neue Leseecke mit Sessel und Sofa zurückziehen kann“, so Heike Buckenauer. Fahrbare Regale, die Kinderbibliothek und Schmöker-Ecke trennen, können künftig nach Bedarf verschoben werden. „Wir haben viel mehr Platz für Veranstaltungen. Das war in der Vergangenheit teilweise mit bis zu 50 Kindern sehr eng“, sagt Buckenauer.

Die rund 500 Bibliotheksnutzer können sich jedoch nicht nur auf neues Mobiliar, sondern auch auf einige neue Bücher freuen. „Ich habe viel aussortiert, aber gleichzeitig auch eine Menge angeschafft. Sachbücher, werden in Zeiten der Internetsuchmaschinen nicht mehr so häufig ausgeliehen, moderne Jugendliteratur und Hörbücher sind aber stark nachgefragt“, so Bibliothekarin Hein, die selber viel und leidenschaftlich gerne liest. „Ich muss ja wissen, wovon ich rede“, lacht die 57-Jährige, die 1977 in der Nauener Bibliothek anfing, damals noch in der Dammstraße. Die Entscheidung für ihren Beruf hat sie nie bereut. „Mittlerweile gehöre ich ja schon zum Inventar. Meine Arbeit, vor allem die mit Kindern, macht mir immer noch Spaß.“

Auf neu gestalteten 209 Quadratmetern können die Nutzer ab Montag wieder aus rund 8000 Büchern auswählen. „Zusätzlich bieten wir künftig eine Online-Fernleihe an. Die Leute können sich registrieren, Zuhause online ein Buch aussuchen und es dann auf ihrem E-Book lesen“, so Hein. Nach vier Wochen verliert man automatisch die Nutzungsrechte.

Obwohl sich eine Wochenendschicht wohl nicht vermeiden lässt, freuen sich Ute Hein und ihre ehrenamtlichen Helfer auf die Wiedereröffnung, zu der die Nutzer, Nachbarn aus dem Familienzentrum und natürlich alle Interessierten eingeladen sind. Bis dahin bleibt noch viel zu tun.

Von Laura Sander

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