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Nauen bekommt doch keine Riesen-Windräder

Repowering abgelehnt Nauen bekommt doch keine Riesen-Windräder

Im Windpark Nauen werden in absehbarer Zeit keine 234 Meter hohen Windkraftanlagen aufgestellt. Das Verfahren zum geplanten Repowering des Windparkes Nauen wird vorerst nicht weitergeführt. Einen entsprechenden Offenlagebeschluss zu dem geänderten Entwurf des Bebauungsplanes Windpark Nauen lehnten die Stadtverordneten am Mittwoch ab.

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Windanlagen bei Schwanebeck.

Quelle: Tanja M. Marotzke

Nauen. Das Verfahren zum geplanten Repowering des Windparkes Nauen wird vorerst nicht weitergeführt. Demzufolge wird es in Nauen erstmal keine 234 Meter hohen Windräder geben. Einen entsprechenden Offenlagebeschluss zu dem geänderten Entwurf des Bebauungsplanes Windpark Nauen lehnten die Stadtverordneten am Mittwochabend mehrheitlich ab.

Ob damit die Pläne des Investors, die 17 dort stehenden Windkraftanlagen gegen acht neue, 234 Meter hohe Anlagen zu ersetzen, vom Tisch sind, ist aber nicht gesagt. „Es gab ja keinen Beschluss, dass Repowering zu stoppen. Das Verfahren kann jederzeit wieder auf die Tagesordnung der Stadtverordneten kommen“, sagt Gunther App von der Stadtverwaltung auf Anfrage der MAZ.

15 Abgeordnete, darunter die nahezu komplette SPD-Fraktion, hatte am Mittwochabend mit Nein gestimmt. Fraktionschef Oliver Kratzsch begründete das unter anderem damit, dass einige der betroffenen Ortsbeiräte dagegen seien und dass es bisher keine Antwort auf die Frage gebe, was denn die Bürger Nauens von einem Repowering hätte.

Aus Sicht der Ländlichen Wählergemeinschaft Nauen (LWN), die mit Ja gestimmt hatte, würde durch das Repowering zumindest „die Anzahl der Windkraftanlagen um mehr als die Hälfte reduziert“, so Fraktionschef Manuel Meger. Außerdem könnten von den neu aufzustellenden Anlagen vielleicht die Landeigentümer profitieren.

Ausgangspunkt für das mögliche Repowering im Windpark Nauen ist die Tatsache, dass im neuen Landesentwicklungsplan und im Regionalplan Havelland-Fläming 2020 die Windeignungsgebiete auch im Nauener Bereich verändert wurden. Deshalb muss die Stadt diese Verschiebungen in ihrem Flächennutzungsplan berücksichtigen. Unterm Strich seien die Windeignungsflächen gegenüber der bisherigen Fläche sogar um 62 Prozent reduziert. Allerdings ist es nicht auszuschließen, dass die Eigentümer auch in den übrigen Bebauungsplan-Gebieten mit Windkraftanlagen die Höhenbegrenzung von derzeit 150 Metern kippen wollen. Für den Fall, dass ein Investor höhere Anlagen errichten will, müssten die Stadtverordneten jedes Mal eine Entscheidung dazu treffen. Sicher ist aus Sicht der Stadt aber: „Bei den Anlagen, die in Bereichen stehen, für die es keine B-Pläne gibt, bleibt es bei den 150 Metern“, so App.

Von Jens Wegener

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