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Havelland Nauen übernimmt Gewässer vom Land
Lokales Havelland Nauen übernimmt Gewässer vom Land
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00:29 24.05.2015
Blick auf den Groß Behnitzer See. Quelle: Lutz Hannemann/Archiv
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Groß Behnitz

Die Entscheidung ist gefallen: Die Stadt Nauen wird auf das Angebot des Landes Brandenburg eingehen und den Groß Behnitzer und den Klein Behnitzer See kostenlos übernehmen. Das haben die Stadtverordneten jetzt mehrheitlich beschlossen. 14 Abgeordnete sprachen sich dafür aus, sieben dagegen, zwei enthielten sich ihrer Stimme.

Stadtverwaltung fürchtet Kostenrisiko

Die Übernahme der Seen war in der Vergangenheit kontrovers diskutiert worden. Die Stadtverwaltung hatte bis zuletzt davor gewarnt, weil sie ein unkalkulierbares Kostenrisiko für die Kommune sieht. So lautete die Beschlussvorlage eigentlich auch, das Übernahmeangebot abzulehnen. "Der Vorteil, den wir davon haben, dass wir Eigentümer sind, ist für mich nicht erkennbar", sagte etwa Bürgermeister Detlef Fleischmann (SPD). Für den Fall, dass die Stadt das Angebot ausschlägt, habe man nämlich von Seiten des Landes die Zusicherung, "dass der öffentliche Zugang erhalten bleibt und eine Veräußerung an Privatpersonen ausgeschlossen ist". Ist man jedoch Eigentümer, bestehe die Gefahr, dass auf die Stadt bestimmte Pflichten zukommen. Und wenn die Seen später doch an Dritte wie beispielsweise Naturschutzverbände oder den Landesanglerverband übergeben werden sollen, werde die Stadt vorher gefragt, ob sie die Gewässer haben will, so Fleischmann.

Übernahme der Seen ist eine einmalige Chance

Für den Groß-Behnitzer Ortsvorsteher und LWN-Stadtverordneten Wolfgang Jung gibt es jedoch keine Alternative: "Es ist eine historische Chance, die Seen jetzt zu übernehmen. Die Bedeutung für die Region ist unumstritten", sagte er. Zudem sei der Landtagsbeschluss zum Kauf des Seenpaketes ja auch mit der Maßgabe gefasst worden, die Gewässer anschließend an die Kommunen zu übergeben.

Jung bekam dabei Unterstützung aus anderen Fraktionen. So setzte sich auch die Linke für die Übernahme der Seen ein, da man nicht wisse, wie sich künftige Landesregierungen verhalten werden. "Und wer sagt uns, dass die Seen in ein paar Jahren noch kostenlos sind?", fragte Fraktionschefin Susanne Schwanke-Lück. Hingegen wies Robert Borchert (SPD) auf das Kostenrisiko hin. Könnte es doch unter anderem sein, dass die Stadt den Schilfgürtel beschneiden und dies auch selbst bezahlen muss.

Der Groß Behnitzer See hat eine Größe von etwa 26,8 Hektar, der Klein Behnitzer See von 35,4 Hektar. Die Stadt muss nur die Grunderwerbssteuer von 5000 Euro zahlen.

Von Andreas Kaatz

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