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1536 Erstklässler im Havelland lernen richtig Bus fahren

Auftakt der Havelbus-Schule 1536 Erstklässler im Havelland lernen richtig Bus fahren

Bei der Havelbus-Schule lernen Erstklässler, wie sie sich beim Busfahren verhalten müssen. Die Verkehrserziehung des Busunternehmens ist mittlerweile ein fester Bestandteil des Sachkundeunterrichts der Erstklässler im Havelland geworden. In diesem Jahr nehmen 1536 Schüler an der Aktion teil. Am Montag war Auftakt in Nauen.

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Einmal Busfahrer sein: Die Havelbus-Schule macht’s möglich.

Quelle: Tanja M. Marotzke

Nauen. Mäxchen macht Mätzchen. Der Junge mit dem roten Rucksack und dem blauen Basecap will unbedingt als Erster in den Schulbus einzusteigen, frech drängelt er sich vor. Dabei steht er leider viel zu nah an der Bordsteinkante und passt nicht auf. Als der Bus schließlich kommt, passiert das Unglück: Mäxchen wird angefahren.

Zum Glück ist Mäxchen nur eine Puppe, die auch nach vielen Jahren in der Havelbus-Schule immer noch alles falsch macht. Die Verkehrserziehung des Busunternehmens ist mittlerweile ein fester Bestandteil des Sachkundeunterrichts der Erstklässler im Havelland geworden. Dort lernen sie, wie sie sich beim Busfahren verhalten müssen, damit es ihnen nicht so ergeht wie Mäxchen.

In diesem Jahr findet die Havelbus-Schule bereits zum 22. Mal statt, erneut unterstützt von der Mittelbrandenburgischen Sparkasse. 30 Schulen aus dem gesamten Landkreis beteiligen sich, insgesamt 1536 Schüler aus 68 Klassen sind dabei.

Den Auftakt macht am Montag eine erste Klasse der Nauener Arcoschule. Sichtlich beeindruckt stehen die Schüler vor dem Übungsbus, dessen Räder fast genauso groß sind wie sie selbst.„Das hier ist ein besonderer Bus“, sagt Havelbus-Trainer Andreas Plessow. „Der Motor geht nur an, wenn wir zusammen ein Lied singen.“

Überhaupt hat der Bus einige besondere Fähigkeiten. Beim Einstieg kann er sich ganz klein machen. „Und er kann sogar sprechen“, erklärt Plessow den Kindern. Ungläubiges Staunen, dann die Auflösung: „Unser Bus spricht mit Zeichen und Bildern“, sagt Andreas Plessow und deutet auf die Piktogramme.

Später dreht der Bus eine Runde zum Nauener Busbahnhof. Dort stoppt der Motor, „wahrscheinlich weil wir kein Lied mehr gesungen haben“, mutmaßt ein Mädchen. Die Kinder üben nun das richtige Ein- und Aussteigen. Busfahrer Stefan Kliche verteilt Memorykarten mit Tierbildern, dann sagt er die Stationen an: Pinguinstraße, Katzengasse, Pferdehof. Wessen Tier aufgerufen wird, der muss auf den Halteknopf drücken, aufstehen, sich dabei festhalten und nach dem Öffnen der Türen immer erst nach links und rechts schauen, bevor er aussteigt. „Busfahren ist gar nicht so einfach. Man muss auf so viele Dinge achten“, sagt Andreas Plessow am Ende der 90-minütigen Schulung.

„Bei der Havelbus-Schule legen wir den Grundstein für die Verkehrserziehung, den die Verkehrswacht dann später fortsetzt“, erklärt Plessow. Auch das Verkehrsunternehmen selbst bietet seit dem vergangenen Jahr noch ein ähnliches Projekt für die fünften und sechsten Klassen an. Dort lernen sie unter anderem Fahrpläne zu lesen.

Von Philip Häfner

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