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Nauen Falkenseer wegen Drogenhandel verurteilt
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16:09 03.12.2018
Das Gericht entschied sich für eine Bewährungsstrafe, da sich der Angeklagte unter anderem selbst in Therapie begeben hat. Quelle: dpa
Nauen/Falkensee

Wegen unerlaubten Drogenhandels wurde ein 29-jähriger Falkenseer am Montag vom Schöffengericht am Amtsgericht Nauen zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und acht Monaten verurteilt. Die Strafe, die drei Jahre zur Bewährung ausgesetzt wird, ist der Höhepunkt einer zehnjährigen Drogenkarriere, die bei einer Wohnungsdurchsuchung im Dezember 2016 aufflog.

Eine Wohnungsdurchsuchung beendete die Drogenkarriere

Bei der Durchsuchung der Räumlichkeiten des Angeklagten, in der Wohnung seiner Mutter in Falkensee, wurden neben Cannabis-Pflanzen verschiedene Rauschmittel, darunter Amphetamine, eine Feinwaage, 15 Handys, ein Laptop, der mit dem sogenannten Darknet verbunden war, sowie ein Teleskopschlagstock und ein Baseballschläger sichergestellt.

Zudem fanden die Beamten 5535 Euro in bar. Die Anklage lautete daher unerlaubter Drogenhandel und Besitz von Gegenständen, mit denen anderen Personen Schaden zugefügt werden kann.

Der Angeklagte räumte die Taten ein

Den Handel räumte der Angeklagte im Laufe der Verhandlung ein. „Ich habe mit dem Handeln angefangen, um meinen eigenen Konsum zu decken“, erklärte er. Das Geld, das die Beamten bei ihrer Durchsuchung gefunden haben, hätte aber nichts damit zu tun gehabt. „Das war Erspartes von meiner Arbeit“, so der 29-Jährige. Er habe jeden Monat Geld abgehoben und es zur Seite gelegt.

Das wollte das Gericht so jedoch nicht glauben. Dass sich bei jemandem, der mit Drogen handelt, kein Bargeld aus den Drogenverkäufen, sondern Ersparnisse von ehrlicher Arbeit zu Hause befinden, sei unglaubwürdig. Zudem entsprach das Bargeld einer „szenetypischen Stückelung“.

So lagerte der Angeklagte unter anderem 54 50-Euro-Scheine und 88 Zehn-Euro-Scheine. Doch der Angeklagte blieb bei seiner Aussage. An die gefundenen Gegenstände konnte sich der 29-Jährige bis auf den Laptop und den Baseballschläger nicht mehr genau erinnern.

Erst Cannabis, dann chemische Drogen

Mit Drogen war der 29-Jährige bereits früh in Kontakt gekommen. „Mit 15 oder 16 habe ich angefangen zu kiffen, der Klassiker halt“, erzählte er. Später kam auch Alkohol hinzu. „Mit 18 habe ich dann chemische Drogen entdeckt, wie Amphetamine und Ecstasy.“

Als er 22 Jahre alt war, habe er schließlich festgestellt, dass ihm Drogen nicht bekommen. Er habe vermehrt unter Psychosen gelitten. Wahrnehmungsstörungen hätten dazu geführt, dass er sich immer häufiger alleine zu Hause eingeschlossen hat. „Ich habe Schatten gesehen und Stimmen gehört, wo keine waren. Mein Konsum hat mich im Kopf zerstört“, erzählte der Angeklagte. Nahm er in den ersten Jahren vor allem am Wochenende Drogen, gehörte der Konsum schon bald zum Alltag.

„Ich bereue die ganze Scheiße“

Seine Mutter hätte von alldem nichts mitbekommen. „Am Tag der Durchsuchung war sie am Boden zerstört.“ Auch er habe schließlich begriffen, dass es so nicht weitergehen kann, und sich wenige Wochen später einem Entzug unterzogen. Seither wird der Falkenseer in einer therapeutischen Einrichtung betreut. „Ich bereue die ganze Scheiße und möchte mein Leben ändern“, betonte er.

Bei der Urteilsfindung musste das Gericht zudem eine Entscheidung des Amtsgerichts Tiergarten, bei der es um gefälschte Banknoten ging, einbeziehen. „Für die Bewährungsstrafe hat vor allem Ihre günstige Sozialprognose gesprochen und dass Sie sich weit vor der Anklage selbst in Therapie begeben haben“, erläuterte die Richterin.

Von Danilo Hafer

Sie sind Bürokratiehelden, Dekorateure, Organisationstalente und in allen Lebenslagen für ihre Schützlinge da. Die ASB-Erzieher und Sozialpädagogen betreuen Kinder und Jugendliche, die im eigenen Zuhause nicht mehr bleiben konnten. Einen Einblick in den Alltag der stationären Unterbringung gab jetzt das Team der Wohngruppe „Aurora“.

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