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400 Asylbewerber für Schönwalde-Glien

Containerdorf im Erlenbruch kommt noch in diesem Jahr 400 Asylbewerber für Schönwalde-Glien

Im Erlenbruchgelände in Schönwalde-Glien soll bis November 2015 ein Asylbewerberheim eröffnen. Mit 400 Plätzen wäre die dortige Unterkunft eine der größten im Havelland. Untergebracht werden die Flüchtlinge in Wohncontainern. Auf Notunterkünfte wie Sporthallen oder das Aufstellen von Zelten will der Landkreis nach Möglichkeit auch künftig verzichten.

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Die Flüchtlinge werden in Wohncontainern untergebracht.

Quelle: dpa

Schönwalde-Glien. Die nächste Flüchtlingsunterkunft im Havelland entsteht in Schönwalde-Glien. Der Landkreis bestätigte, dass im Gewerbegebiet „Erlenbruch“, an der Straße Am Silberberg, ein Asylbewerberheim mit 400 Plätzen errichtet werden soll. Damit wäre das Schönwalder Heim zusammen mit der geplanten Unterkunft in Dallgow-Döberitz eines der größten im Kreis.

Das betreffende Grundstück befindet sich in der Nähe der Landesstraße 20 und nicht weit von der Paintballanlage im Erlenbruchgelände entfernt. Eigentümer ist die Brandenburgische Boden Gesellschaft für Grundstücksverwaltung und -verwertung mbH (BBG), ein landeseigenes Unternehmen mit Sitz in Zossen (Teltow-Fläming).

Die Flüchtlinge sollen in Schönwalde in Containern untergebracht werden. Diese Variante hatte der Landkreis zuletzt auch für das Dallgower Heim gewählt. „Aufgrund der stark erhöhten Zuweisungszahlen an Asylbewerbern reichen die vorhandenen und in Kürze fertiggestellten Asylbewerberunterkünfte und die angemieteten Wohnungen bei weitem nicht aus. Es müssen daher kurzfristig weitere Unterbringungsmöglichkeiten geschaffen werden. Bei der Errichtung von Unterkünften in Modulbauweise, wie aktuell zum Beispiel in Nauen, wird ein Vorlauf von etwa einem Jahr benötigt. Vor diesem Hintergrund bietet sich vom zeitlichen Rahmen her nur das Aufstellen von Containern zur Asylbewerberunterbringung an“, erklärt Kreissprecherin Bianca Lange. Auf Notunterkünfte wie Sporthallen oder das Aufstellen von Zelten will der Landkreis aber nach Möglichkeit auch künftig verzichten.

Spätestens im November 2015 soll das Schönwalder Heim so weit fertig sein, dass dort die ersten Flüchtlinge einziehen können. Vorher ist noch eine Informationsveranstaltung für die Bürger geplant. Einen Termin gibt es dafür noch nicht – Schönwaldes Bürgermeister Bodo Oehme (CDU) hofft aber, dass er bis zur nächsten Gemeindevertretersitzung am kommenden Dienstag vorliegt. „Ich habe immer gesagt, dass der Kelch nicht an uns vorübergehen und auch die Gemeinde Schönwalde-Glien Asylbewerber aufnehmen wird“, sagte Bodo Oehme in einer ersten Stellungnahme. „400 Flüchtlinge finde ich persönlich aber sehr viel.“ Der Landkreis habe zugesichert, dass entlang der L 20 ein Fuß- oder Radweg entsteht, „damit die Menschen wenigstens sicher vom Erlenbruch ins Dorf kommen“, so Oehme.

Aktuell existieren im Havelland drei Flüchtlingsunterkünfte in Friesack, Rathenow und Premnitz, eine vierte eröffnet am Freitag in Falkensee. Vier weitere sind in Planung: in Nauen, Wustermark, Dallgow-Döberitz sowie ein weiteres Heim in Falkensee.

Von Philip Häfner

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