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Nauen Altes Kita-Gebäude wird saniert
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20:08 07.02.2019
Museumsreif: Gerald Siegert (r.) und Steffen Siegert schauen sich noch einmal die alten Räume an, bevor sie entkernt werden. Quelle: Andreas Kaatz
Groß Behnitz

In den Räumen, in denen jahrelang Kinder gespielt haben, herrscht seit Montag Ruhe. Nur einige Möbelstücke, die kleinen Waschbecken im Bad oder auch einige Bilder an der Wand zeugen davon, dass das Haus bisher als Kita genutzt worden war. Die Kinder sind seit dieser Woche im Neubau gegenüber untergebracht. Offiziell wird das moderne Haus am nächsten Mittwoch eröffnet.

Der Altbau allerdings wird auch künftig gebraucht, denn der Stadt Nauen fehlen nach wie vor Kita-Plätze. Und so ist jetzt eine umfangreiche Sanierung geplant. „Das Ziel besteht darin, das Gebäude zum neuen Kita-Jahr wieder fertig zu haben“, sagt Gerald Siegert, Geschäftsführer der Kinderwelt gGmbH als Träger der Einrichtung.

Träger saniert, Stadt bezahlt

Bis dahin stehen umfangreiche Arbeiten an, die mit einer Entkernung der Räume beginnen. „So werden ab Anfang März unter anderem die Elektrik und die Bäder erneuert, an den Böden und Wänden wird gearbeitet und es kommen Schallschutzdecken in die Räume“, kündigt Steffen Siegert an, Leiter Projekte bei der Kinderwelt gGmbH. Der freie Träger organisiert die Arbeiten im Auftrag der Stadt, die wiederum das Geld gibt. Die Kommune ist Eigentümerin der Immobilie.

Nach Ansicht von Geschäftsführer Siegert ist das Gebäude auch künftig gut geeignet für eine Kita. Neben der ebenerdigen Lage findet er vor allem die großen Fensterfronten gut, so dass viel Licht in die Räume gelangt. Doch alles ist in die Jahre gekommen, versprüht den spröden Charme der DDR, wie er sagt. Die Waschbecken auf Metallgestellen, Industrielampen in den Bädern oder auch Fenster, durch die es zieht und reinregnet, sollen deshalb bald der Vergangenheit angehören.

Sanierung unumgänglich

„Es hätte jetzt so oder so etwas passieren müssen an dem Gebäude“, sagt Gerald Siegert, der sich schon in der Vergangenheit bemüht hatte, gemeinsam mit der Stadt eine Sanierung vorzunehmen. Das Gebäude soll nach der Fertigstellung zumindest im Inneren genauso modern wie eine neue Kita sein. „Außen wird sie sich aber vom jetzigen Zustand nur durch die neuen Fenster unterscheiden“, sagt er.

In der neuen alten Einrichtung werden ab Herbst wieder 35 Plätze zur Verfügung stehen, so dass es dann in Groß Behnitz 76 Betreuungsplätze gibt. Das Haus wird dann aber nicht eigenständig sein, sondern als zweites Objekt ebenfalls zur Kita „Sonnenschein“ gehören.

Schon Mitarbeiter eingestellt

Dass die zusätzlichen Plätze gebraucht werden, da ist sich Gerald Siegert sicher: „Wir rechnen damit, dass wir die Belegung schnell hochfahren können.“ Die Ausstattung soll so sein, dass die Eltern gerne ihr Kind dort hinbringen.

Darüber hinaus arbeitet die Kinderwelt auch schon daran, dass genug Personal zur Verfügung steht. So seien schon zwei Erzieherinnen eingestellt worden, die erst einmal in anderen Einrichtungen arbeiten. Im September wird es eine Einweihungsfeier rund um das dann sanierte Gebäude geben.

Ein bisschen Wehmut

Kita-Leiterin Ulrike Koske und ihre Kolleginnen sind froh, dass sie jetzt in ein modernes Haus gezogen sind. Allerdings ging der Auszug nicht ganz ohne Wehmut vonstatten. „Wir haben uns wohlgefühlt in den Räumen“ – trotz so mancher baulicher Mängel, die das alte Gebäude mit sich brachte.

Gerald Siegert jedenfalls ist froh, dass die Stadt erkannt hat, dass man bei den Kita-Plätzen nachsteuern muss. Denn er denkt, dass der Zuzug auch in den nächsten Jahren anhalten wird. „Dass die Stadt und ein freier Träger zusammen arbeiten, ist ein gutes Modell.“ Von den 21 Objekten der Kinderwelt ist das Groß Behnitzer Haus das vorletzte, das noch saniert werden muss.

Von Andreas Kaatz

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