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Nauen Anschlag auf geplante Flüchtlingsunterkunft: Landgericht rollt Prozess neu auf
Lokales Havelland Nauen Anschlag auf geplante Flüchtlingsunterkunft: Landgericht rollt Prozess neu auf
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14:00 18.09.2018
Eine geplante Flüchtlingsunterkunft wurde in Nauen im August 2015 Ziel eines Brandanschlages. Quelle: Julian Stähle/dpa
Potsdam

Das Landgericht Potsdam wird sich im Oktober erneut mit dem Brandanschlag auf eine geplante Flüchtlingsunterkunft in Nauen befassen. Der Prozess beginnt am 10. Oktober (10.00 Uhr), wie das Gericht auf Nachfrage am Dienstag mitteilte.

Der Bundesgerichtshof (BGH) hielt die Revision der beiden Angeklagten - unter ihnen der frühere NPD-Politiker Maik Schneider - für begründet und hob das Urteil des Landgerichts Potsdam auf. Das Gericht hatte Schneider im August 2015 unter anderem wegen Brandstiftung und Sachbeschädigung zu insgesamt neuneinhalb Jahren Haft verurteilt.

Schneiders Komplize erhielt sieben Jahre Haft. Laut dem Urteil der Staatsschutzkammer hatten die beiden Männer eine geplante Flüchtlingsunterkunft in Nauen (Havelland) gemeinsam niedergebrannt.

Beide Angeklagten akzeptierten das Urteil nicht. Nach Ansicht der BGH-Richter wurde ein von Schneider gestellter Antrag auf Befangenheit eines Schöffen vom Landgericht zu Unrecht verworfen. Der Schöffe hatte Schneider in der Verhandlung mit Blick auf dessen Äußerungen gefragt, ob er tatsächlich den „Quatsch“ glaube, den er „hier erzähle“.

Von MAZonline