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Nauen Auf dem Marienhof wird investiert
Lokales Havelland Nauen Auf dem Marienhof wird investiert
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19:53 04.02.2019
Auf dem Marienhof leben viele unterschiedliche Tiere – vom Pony bis zum Kaninchen. Künftig soll die Reitfläche überdacht werden. Quelle: Tanja M. Marotzke
Ribbeck

Vor gut einem Jahr hat der soziale Verein Laughing Hearts den Kinderbauernhof Marienhof in Ribbeck erworben. Damals kündigten die Verantwortlichen Investitionen an, damit die Anlage attraktiver wird. Die Stadt Nauen stellte dazu einen Bebauungsplan auf und dieser nimmt jetzt Konturen an.

Geplant ist eine behutsame Erweiterung des Bauernhofes, der seit vielen Jahren eine beliebte Anlaufstelle für Kinder und Jugendliche ist. Dort können Stadtkinder das Landleben kennen lernen. So kommen sie mit Tieren wie Eseln, Kaninchen oder Ponys in Kontakt, dürfen sie füttern und streicheln.

Kapazität wird erweitert

Es gibt schon jetzt Übernachtungsmöglichkeiten. Die Kapazität soll aber ausgebaut werden von derzeit 65 auf etwa 130 Betten. Eine Rolle spielt dabei auch die geplante Sanierung und der Umbau des Gebäudes auf der östlichen Straßenseite, das in der Vergangenheit als Wohnhaus genutzt worden war. „Dort können dann auch größere Gruppen sowie Schulklassen auf zwei Etagen ihre Ferien verbringen“, sagt Florian Ciesielski, ehrenamtlicher Geschäftsführer der Laughing Hearts Betriebs GmbH, die den Marienhof betreibt.

Er hofft, dass bis Mai alle offenen Fragen zum B-Plan mit der Stadt Nauen geklärt sind, „so dass wir dann voraussichtlich im Herbst dieses Jahres mit der Sanierung beginnen können. Bis zum Sommer 2020 wollen wir das Haus ausbauen“, sagt er. Etwa 35 Personen können später im Haus „Dora“, wie es genannt wird, untergebracht werden.

Neuer Parkplatz

Doch auch vorher soll sich etwas tun. So werden die Spielplätze erneuert und die Zufahrten neu angelegt. Zudem sind die Stellplätze ein Thema. 56 Parkplätze sind geplant und sollen zeitnah fertig werden. Sie entstehen dort, wo sich jetzt schon die Parkfläche befindet, die aber derzeit noch unbefestigt deutlich kleiner ist. Bei Regen verwandelt sie sich oft in eine Schlammgrube. Ziel ist es, die vorhandenen Baumreihen zu erhalten und die neu angelegten Stellplatzflächen durch weitere Bäume zu untergliedern. „Der Parkplatz wird dann später auch für Reisebusse geeignet sein“, so der Geschäftsführer.

Aber nicht nur im Haus „Dora“ entstehen zusätzliche Übernachtungsplätze. Die Kinder und Jugendlichen, die unter anderem aus den von Laughing Hearts unterstützten Heimen nach Ribbeck kommen, werden künftig auch in einer Wagenburg schlafen können.

Sponsoren finanzieren Wohnwagen

„Die Wohnwagen mit Vollausstattung wollen wir im Frühjahr aufstellen. Sie werden momentan extra für uns angefertigt. Finanziert werden die Wagen durch Sponsoren, die rund 200 000 Euro gegeben haben“, sagt Florian Ciesielski. Das Geld kam bei der Laughing Hearts-Gala im November 2018 zusammen. In den sieben Wagen können bis zu 28 Kinder schlafen.

Ein Problem war schon in der Vergangenheit die Gewährleistung der Verkehrssicherheit zwischen dem östlichen und westlichen Teil des Kinderbauernhofes. Denn die Kinder müssen dabei eine schmale Straße überqueren, die insbesondere von Landwirtschaftsfahrzeugen genutzt wird. „Eine Lösung dazu ist im Zusammenhang mit dem B-Plan für Haus ’Dora’ in Arbeit“, sagt der Geschäftsführer. Dazu sei man mit der Stadt im Gespräch.

Kleinkläranlagen geplant

Investiert werden soll auch bei der Abwasserentsorgung. Diese erfolgt derzeit über eine Pflanzenkläranlage, die aber künftig nicht mehr ausreichen wird. Da deren Erweiterung zu viel Fläche in Anspruch nehmen würde, soll für den westlich der Straße liegenden Bereich des Marienhofes eine biologische Kleinkläranlage errichtet werden, ebenso für das Haus „Dora“.

Vor rund 20 Jahren ist der Marienhof von Steffi Rüdiger gegründet worden, die das Objekt mit viel Herzblut geführt hatte. Vor ein paar Jahren suchte sie nach einem Käufer, wollte den Hof in guten Händen wissen. Schließlich ist sie sich mit dem Verein Laughing Hearts einig geworden.

Heimkinder werden unterstützt

Dieser setzt sich aktiv für Heimkinder ein und unterstützt mehr als 20 Heime in Berlin. Dort leben etwa 2200 Kinder.„Ich hoffe, dass wir mit dem Ausbau und der Erweiterung in Ribbeck weitere Arbeitsplätze für die Region schaffen können“, sagt Florian Ciesielski.

Von Andreas Kaatz

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