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Jugendfeuerwehr-Lager groß wie nie

578 Teilnehmer im MAFZ in Paaren im Glien Jugendfeuerwehr-Lager groß wie nie

In Paaren im Glien ist das 23. Ausbildungslager der Jugendfeuerwehren im Havelland eröffnet worden. 578 Kinder und Jugendliche und ihre Betreuer sind in diesem Jahr dabei, mehr als je zuvor. Das Lager ist damit das größte seiner Art in ganz Brandenburg. Rund ein Drittel aller Teilnehmer sind Mädchen. Die jüngsten sind erst acht Jahre alt.

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Mit einer Laola-Welle wurde das diesjährige Ausbildungslager eröffnet.

Quelle: Philip Häfner

Paaren im Glien. Gloria Matschke wusste am Donnerstag nicht so recht, was sie erwartet. Erst seit einem Jahr ist die junge Vietznietzerin bei der Feuerwehr, in diesem Jahr nimmt sie nun zum ersten Mal am Ausbildungslager der Jugendfeuerwehren teil. „Ich bin gespannt, welche Übungen wir machen“, sagte die Neunjährige. „Meine Schwestern hat mir erzählt, wie viel Spaß man bei der Feuerwehr haben kann.“

Laola-Welle

An guter Laune mangelt es den Teilnehmern des Lagers nicht. Zur Eröffnung schwappte am Donnerstag eine Laola-Welle durch den MAFZ-Erlebnispark in Paaren im Glien. Noch größer wurde der Jubel, als Schönwaldes Gemeindewehrführer Norbert Krumm eine Runde Gummibärchen schmiss – „als Betthupferl, damit auch alle gut einschlafen können.“

Das Ausbildungslager findet 2015 bereits zum 23. Mal statt – größer als je zuvor. 578 Kinder und Jugendliche und ihre Betreuer sind dabei, das Lager ist damit das größte seiner Art in ganz Brandenburg. Alle Jugendfeuerwehren im Landkreis beteiligen sich, dazu als Gäste auch je eine aus den Landkreisen Barnim und Potsdam-Mittelmark sowie aus dem polnischen Parchowo. Rund ein Drittel aller Teilnehmer sind Mädchen. Die jüngsten sind erst acht Jahre alt.

Camp dauert bis Sonntag

Das Camp dauert noch bis Sonntag. An verschiedenen Stationen erlernen die jungen Feuerwehrleute Kenntnisse, auf die es später auch im aktiven Dienst ankommt. Viele nutzen die Gelegenheit, um die Prüfung zur Jugendflamme abzulegen. „Die meisten Wehren legen großen Wert darauf, dass ihre Jugendlichen diese Qualifikation haben“, sagt Michael Schmidt aus Rathenow, Geschäftsführer des Kreisfeuerwehrverbands. Zwei große Einsatzübungen zusammen mit den Erwachsenen stehen während des Lagers ebenfalls auf dem Programm: eine Löschübung und die technische Hilfeleistung nach einem Unfall – Einsätze also, welche die Jugendfeuerwehren normalerweise nicht machen würden.

Man muss an seine Grenzen gehen

„Manchmal muss man schon an seine Grenzen gehen. Aber es macht Spaß“, sagt Louisa Haufe (12) aus Priort. „Wir nutzen die Gelegenheit, um auch mal Dinge zu üben, die wir sonst eher selten machen“, so Wustermarks Gemeindejugendwart Tobias Schramm.

Vor zwei Jahren war das Lager von einem Unwetter heimgesucht worden. Binnen kürzester Zeit stand der Zeltplatz 20 Zentimeter unter Wasser, die Jugendlichen flüchteten in die Brandenburghalle. Bei der Evakuierung hatte es Verletzte gegeben. Um nicht wieder vom Wetter überrascht zu werden, steht Michael Schmidt in ständigem Kontakt mit dem Deutschen Wetterdienst. „Hoffentlich bleibt es diesmal trocken“, sagt er. Schließlich findet am Sonnabend ein Tag der offenen Tür mit Vorführungen und Technikschau statt.

Von Philip Häfner

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