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Nauen Ausgestellt: Malerei aus Silber, Bronze und Titan
Lokales Havelland Nauen Ausgestellt: Malerei aus Silber, Bronze und Titan
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13:19 17.03.2019
Joachim Matz stellte seine Werke in Ribbeck aus. Quelle: Wolfgang Balzer
Ribbeck

Das erste, das größte und das neueste, noch unfertige Metallgemälde der Welt: Zu sehen waren diese einzigartigen Werke in einer kleinen persönlichen Ausstellung des weltweit einzigen Metallmalers Joachim Matz (71) am Wochenende auf Schloss Ribbeck.

Materialverlust und Verletzungsgefahr

Nach zehn Jahren des Experimentierens und unzähligen Versuchen mit verschiedenen Techniken, begleitet von materiellen Verlusten und heftigen Verletzungen, entstand 2002 das erste Metallgemälde, die „Tanzenden Frauen“. „Das Bild war schon verkauft ehe es fertig war“, erzählte Matz und bedauerte später diese Entscheidung. Mit sichtlicher Freude über den gelungenen Rückkauf schilderte er die Entstehung, erklärte die beeindruckende Dreidimensionalität von Farbe und Bewegung. Bronze, Kupfer und Silber wären damals seine Farben gewesen. Heute seien es bereits vierzehn Metalle, die er für seine Metallgemälde nutze.

Größtes Gemälde „Turm der Blauen Pferde“

So beispielsweise in seinem bisher größtem Metallgemälde, dem Motiv „Turm der blauen Pferde“. Das 115 Zentimeter breite und 150 hohe Gemälde ist eine Hommage an den 1916 im Ersten Weltkrieg gefallenen expressionistischen Maler Franz Marc. Dessen Bild „Turm der blauen Pferde“ gilt seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges als verschollen.

Mehrere Monate hat Matz an diesem Bild gearbeitet und dabei mit den verschiedenen Stahlarten, aber auch Bronze, Silber, Gold sowie Titan geschätzte acht Millionen Bildpunkte gesetzt. „Je mehr unterschiedliche Metalle ich für die Gemälde verwende, je farbiger und vor allem leuchtender werden sie“, erklärte er die Nutzung der verschiedenen Metalle. Besonders deutlich wird das in seinen „Isländischen Impressionen“. Nordlicht in fließenden Wellen, die Sonne mit Platin und Gold gestaltet, leuchten je nach Lichteinfall sanft oder sind kräftig aufleuchtend – ein beeindruckendes Spiel der Farben.

Themen, die bewegen

„Es müssen Themen sein, die mich bewegen und würdig sind, künstlerisch umgesetzt zu werden“, begründete Matz seine neueste Arbeit an der „Saskia“. Es sei eine Hommage an Rembrandt, der seine Frau oft in Öl gemalt habe. Aber es gäbe auch eine Zeichnung von Saskia, die für Rembrandt eine Quelle der Inspiration war. „Mich beeindruckt die Tatsache, wie Saskia in damaliger Zeit Einfluss auf das künstlerische Schaffen Rembrandts nahm“, begründete er sein neueste Motivauswahl. Gleichzeitig sei es jedoch eine Herausforderung, nach Rembrandts Zeichnung ein Metallgemälde zu schaffen, sagte er.

Inzwischen hat seine einmalige Malweise weltweit für Aufmerksamkeit gesorgt, wovon seine Einzelausstellungen in den USA, Großbritannien, Peru, Argentinien und anderen Ländern zeugen. Gegenwärtig stellt Joachim Matz in der Eifel aus und bereitet weitere Ausstellungen in Luxemburg und im österreichischen Bad Hall vor.

Von Wolfgang Balzer

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