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Nauen Wagemutige Biker in Dallgow-Döberitz
Lokales Havelland Nauen Wagemutige Biker in Dallgow-Döberitz
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00:26 24.06.2015
Kopfüber im Sattel: Beim BMX ganz normal. Quelle: Markus Kollberg
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Dallgow-Döberitz

Atemberaubende Sprünge, wagemutige Biker und viele engagierte Jugendliche gab es am Sonnabend beim BMX-Jam der Extremsportgruppe „Friss Dreck“ des SV Dallgow auf der BMX-Anlage neben dem Sportpark Dallgow-Döberitz zu sehen.

BMX ist die Abkürzung für Bicycle Motocross. Die Sportart, bei der die Sportler auf 20 Zoll-Fahrrädern verschiedene Tricks und Sprünge ausführen, stammt ursprünglich aus den USA. Bei den regelmäßig stattfindenden Jams in Dallgow treffen sich Fahrer aus der Region, um Spaß zu haben und sich untereinander zu messen.

Das Besondere an der Dallgower Sportgruppe ist das junge Durchschnittsalter. Das Gros der Radler ist zwischen acht und vierzehn Jahre alt. „Deswegen hat Sicherheit bei uns immer die höchste Priorität“, erklärt Daniel Jahnke, Leiter des BMX-Bereichs beim SV Dallgow. Niemand darf auf der Anlage ohne Schutzhelm fahren, außerdem sind alle Radfahrer angehalten eine Ausbildung zum Ersthelfer zu machen, sobald sie fünfzehn Jahre alt werden. Jahnke engagiert sich seit Jahren für die BMX-Szene im Ort. „Viele Jahre lang mussten wir wild fahren und hatten immer wieder Probleme mit den Behörden“, sagt der 26-jährige Elstaler. Die Radfahrer fanden zunächst keinen Verein, dem sie sich anschließen konnten; auch die Gemeinde ignorierte ihre Bitten nach einem geeigneten Gelände .

Im Jahr 2011 begannen die Jugendlicher damit, auf dem Gelände neben dem Dallgower Sportpark 350 Kubikmeter Lehm zu mehreren mannshohen Sprunghügeln zu verarbeiten. Mittlerweile sind sie dort fast täglich am Graben und Bauen, um die Anlage zu vergrößern und in Stand zu halten. Nur wer beim Bau der Anlage mit anpackt, kann später große Sprünge wagen.

„Natürlich ist es anstrengend die Hügel und die Lines zu präparieren, aber ohne diese Arbeit kann man auch nicht fahren“, sagen Florian Dahlke, 14, aus Dallgow und Devin Puls, 17, aus Nauen. Florian, der erst vor einem Jahr mit dem Sport angefangen hat, ist begeisterter BMX-Fahrer. „Es ist ein außergewöhnlicher Sport. Das Gefühl, in der Luft zu sein, ist großartig“, schwärmt er. „In einigen Situationen hat man zwar manchmal Angst, aber das gehört einfach dazu“, sagt Kumpel Devin. Ernsthaft verletzt hat sich auf der Anlage noch niemand. Silke Delzer aus Brieselang hofft, dass das auch so bleibt. Ihr Sohn fährt im Team von „Friss Dreck“ mit. „Ich bin sicher keine übervorsichtige Mutter, aber mulmig ist mir manchmal schon, wenn ich meinen Sohn hier beim Training abgebe.“

Von Markus Kollberg

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