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Nauen Berufsorientierung: Woidke besucht Campus
Lokales Havelland Nauen Berufsorientierung: Woidke besucht Campus
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09:28 24.01.2019
Die Schüler der Gesamtschule auf dem Leonardo-da-Vinci-Campus in Nauen arbeiten schon lange nicht mehr mit Schulbüchern, sondern nur mit Tablets oder Laptops. Davon konnten sich Dietmar Woidke und Nauens Bürgermeister Manuel Meger (l.) überzeugen. Quelle: Tanja M. Marotzke
Nauen

Für Luca Zellmer haben die Ausflüge an die Uni Potsdam oder an die Technische Hochschule in Brandenburg viel gebracht. Gemeinsam mit weiteren Schülern vom Leonardo da Vinci-Campus in Nauen bekam er im Rahmen der Berufsorientierung einen Eindruck vom Studienleben. „Ich habe vor, Ingenieurwesen zu studieren. Dort habe ich einen guten Einblick bekommen, wie man arbeitet und wie man beispielsweise eine Bachelorarbeit schreibt“, berichtete er am Mittwoch Dietmar Woidke (SPD).

Der brandenburgische Ministerpräsident war vor Ort, um sich im Zuge der 26. „Zukunftstour Jugend“ selbst ein Bild davon zu machen, wie die Schüler dort auf das Berufsleben vorbereitet werden. Denn das Netzwerk Zukunft hat den Campus als „Schule mit hervorragender Berufs- und Studienorientierung“ ausgezeichnet.

Sehr hohes Level

„Hier gibt es ein sehr hohes Level und ich bin hier, um zu lernen und zu schauen, wie wir besser werden können“, sagte Woidke. Seiner Ansicht nach sollte jeder in der 10. Klasse wissen, „wo er ungefähr hin will oder sollte sich sicher sein, dass er das Abitur braucht“.

Der Da Vinci-Campus bietet verschiedene Möglichkeiten an, um die Schüler bei der Berufswahl zu unterstützen. Dazu gehört neben Praktika und Workshops unter anderem die Veranstaltungsreihe „Experten treffen Schüler“. Dabei kommen die Jugendlichen mit Vertretern aus der Wirtschaft, von Hochschulen und aus dem Medizinbereich zusammen. „Die Expertentreffen haben mir persönlich am besten gefallen“, bekannte Viktor Momirovic (16) – und war damit gleicher Meinung wie Sarah Schellin (18).

Stärken und Schwächen

Gymnasiumsleiter Olaf Gründel berichtete, dass die Schüler von Beginn an unterstützt werden: „In der 7. Klasse bereiten wir sie darauf vor, Stärken und Schwächen zu erkennen.“ Dann folgen Praktika. „Außerdem ermöglichen wir es, Hochschulen kennenzulernen und Projektarbeit zu machen. Wir laden aber auch Unternehmen und Projektpartner mit ein“, sagte Gründel und sieht den Campus somit auf dem richtigen Weg.

Praktika hält Dietmar Woidke bei der Berufsorientierung „für enorm wichtig“. Selbst wenn es mal nicht so wie gewünscht läuft. „Eventuell weiß ich dann aber hinter, was ich nicht will“, meinte der Ministerpräsident. Er hält eine Abstimmung mit der Wirtschaft für wichtig, damit die Praktikumsplätze hochwertig sind.

Mehr Kooperationen gewünscht

Ausschließlich Kaffee kochen und Kopieren bringt den Schülern nämlich nichts. Von solchen Erfahrungen berichteten einige von ihnen am Mittwoch auch. Zudem wünschen sie sich, dass die Schule vielfältigere Kooperation eingeht. Die Vorschlagsliste mit Praktikumbetrieben sei recht handwerkslastig, bemängelte Sarah.

Auf die Verantwortung der Betriebe wies Landgut-Inhaber Michael Stober aus Groß Behnitz hin, der immer wieder Praktikanten beschäftigt. So sollte es seiner Ansicht nach generell so sein, dass nicht nur die Praktikanten sich zu integrieren haben, sondern auch das Team müsse die Praktikanten integrieren.

Firmen sollen auf Leute zugehen

„Letztlich haben die Unternehmen die Chance, über solche Maßnahmen neue Mitarbeiter zu gewinnen“, so Stober. Die Firmen müssten das Bewusstsein entwickeln, selbst etwas zu machen und auf die Menschen zuzugehen. Der Ruf nach der Politik sei hierbei fehl am Platze.

Campus-Chefin Irene Petrovic-Wettstädt würde die Angebote zur Berufsorientierung gern noch individueller gestalten. „Doch Kommunikation braucht Zeit, es müssten noch mehr Stunden dafür vorhanden sein“, sagte sie in Richtung von Dietmar Woidke.

Hoffnung auf Rückkehr

„Ich finde gut, was die Schule hier leistet“, meinte der Ministerpräsident. Er hofft, dass die Schüler ihre Zukunft in Brandenburg sehen und nach Studium oder Ausbildung dorthin zurück kehren.

Von Andreas Kaatz

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