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Nauen Bodenverband erhöht die Beiträge
Lokales Havelland Nauen Bodenverband erhöht die Beiträge
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18:18 30.05.2018
Die Grabenpflege gehört zu den Hauptaufgaben des Wasser- und Bodenverbandes Nauen. Quelle: privat
Nauen

Private Grundstückseigentümer und Kommunen, die Mitglied im Wasser- und Bodenverband „Großer Havelländischer Hauptkanal-Havelkanal-Havelseen“ sind, müssen höhere Beiträge zahlen. Ab 1. Januar kommenden Jahres sind 11,37 Euro je Hektar Grundstücksfläche fällig. Derzeit liegt der Beitrag bei 9,89 Euro. Noch etwas teurer wird es ab 2020, dann kostet es 11,51 Euro je Hektar. Entsprechende Beschlüsse hat die Verbandsversammlung Mittwochnachmittag in Nauen mehrheitlich gefasst.

Schöpfwerke und Stauanlagen verursachen Mehrkosten

Die Beitragssteigerungen sind auf zwei Gründe zurückzuführen: „Neu enthalten in der Kalkulation sind vor allem die Kosten für den Betrieb und die Unterhaltung der Schöpfwerke.

Zu den Schöpfwerken

Der Nauener Verband betreibt und unterhält 34 Schöpfwerke in Gewässern II. Ordnung und ein Schöpfwerk in einem Gewässer I. Ordnung.

Der Verband betreibt ausschließlich Entwässerungsschöpfwerke, die das Wasser mittels elektrisch getriebener Pumpen aus einem Niederungsgebiet (Polder) auf ein höheres Niveau hebt, damit es von dort an wieder selbsttätig über das natürliche Gefälle abfließen kann.

Durch diese Art der Wasserregulierung ist eine ökonomische Nutzung der Polder überhaupt erst möglich.

Ein Großteil dieser Anlagen dient darüber hinaus dem Hochwasserschutz.

Dazu kommen Aufwendungen für die Unterhaltung von wasserwirtschaftlich relevanten Stauanlagen“, begründete der Geschäftsführer Peter Hacke.

Kalkulation von Wirtschaftsprüfern ermittelt

Das vom Verband beauftragte Wirtschaftsprüfungsunternehmen dhpg Berlin hatte errechnet, dass die Mehrkosten für die Schöpfwerke 1,36 Euro je Hektar ausmachen, für die Stauanlagen 0,25 Hektar, wobei es bei letzterem um eine zusätzliche Personalstelle und um etwa 5000 Euro Materialkosten geht. Da die Aufwendungen für die Schöpfwerke „schwer prognostizierbar sind und von den Witterungsverhältnissen abhängen, wurde von einem langjährigen Mittelwert ausgegangen“, heißt es in der Beschlussvorlage.

Auch Verbandsatzung wurde geändert

Viele Jahre war der Umgang mit den Schöpfwerken für die Wasser-und Bodenverbände in Brandenburg ein Problem. Alles drehte sich um die Fragen, wer unterhält diese, wer entscheidet, wann sie geöffnet werden und wer bezahlt die Rechnung. „Mit dem Ende 2017 verabschiedeten neuen Brandenburger Wassergesetz ist jetzt geregelt, dass diese Aufgabe den Wasser- und Bodenverbänden zukommt“, so Peter Hacke.

Deshalb musste der Nauener Verband am Mittwoch auch seine Satzung in vielen Punkten ändern. Neu ist zum Beispiel, dass künftig auch Einzelpersonen, die Land im Verbandsgebiet besitzen, die Aufnahme in die Verbandsversammlung beantragen können und je nach Größe des Landes eine Stimmenzahl erhalten.

Von Jens Wegener

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