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Nauen Bundesumweltministerin besucht Döberitzer Heide
Lokales Havelland Nauen Bundesumweltministerin besucht Döberitzer Heide
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19:08 30.11.2018
Ministerin Svenja Schulze im Gespräch mit Dietmar Woidke (rechts) und Peter Nitschke von der Sielmann-Stiftung. Quelle: Ralf Stork
Elstal

Eine Stunde Zeit hatte Bundesumweltministerin Svenja Schulze für ihren Besuch am Freitag in der Döberitzer Heide. Das reichte für ein paar kurze Reden, einen schnellen Imbiss am offenen Feuer und eine Fahrt durch die eingezäunte Wildniszone, in der Wisente, Przewalskipferde und Rothirsche unter natürlichen Bedingungen leben.

„Wir reden immer vom Insektensterben und vom Verlust der Artenvielfalt. Hier haben wir ein tolles Beispiel, was man dagegen tun kann. Und wie es aussieht, wenn wir den Erhalt solcher besonderen Landschaften fördern“, so Schulze.

Das Offenland soll offen bleiben

Bund und Land haben in den vergangenen beiden Jahren knapp fünf Millionen Euro für den Erhalt der besonderen Landschaften in der Döberitzer Heide ausgeben. Für 2019 wurden noch einmal 1,23 Millionen Euro bewilligt. Es geht um den Erhalt beziehungsweise um die Wiederherstellung von Offenland auf dem ehemaligen militärischen Übungsgelände. Dafür wurden unter anderem Tausende Bäume gefällt und mitsamt der Stubben abtransportiert.

Wie bestellt sprangen zwei Hirsche über den Weg

Die Bundesministerin war auf Einladung von Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) nach Elstal gekommen. Dieser hob die ausgezeichnete Zusammenarbeit mit der Heinz-Sielmann-Stiftung hervor und lobte deren hervorragende Arbeit für die Bewahrung der Artenvielfalt.

Dann ging es im Konvoi hinein in die Wildniszone. Wie bestellt sprangen zwei Damhirsche ein paar Meter vor dem Wagen mit der Politprominenz über den schmalen Waldweg. An der sogenannten Wüste – einer großen, offenen, steppenähnlichen Fläche in der Döberitzer Heide – ließ eine Gruppe Rothirsche die Wagen ziemlich dicht an sich herankommen. Wisente waren zwar nicht zu sehen, und von den Przewalski-Pferden immerhin ein paar Pferdeäpfel.

Deutschland weit eine Seltenheit

Aber man konnte einen ziemlich guten Eindruck von der Weite und auch der Besonderheit der Landschaft bekommen. Solche offenen, sandigen Flächen sind Deutschland weit eine absolute Seltenheit. Im Sommer kann man dort überall im Boden die Löcher von Erdbienen und die Trichter der Ameisenlöwen sehen. Und viele, viele verschiedene Heuschreckenarten.

Von einigen Artengruppen kommen landesweit oder sogar deutschlandweit nirgends so viele Arten vor wie in der Döberitzer Heide. Im Winter ist davon natürlich nicht so viel zu sehen. Ministerin Schulze versprach daher, auf jeden Fall mal im Frühling oder Sommer wieder zu kommen. Und Dietmar Woidke machte deutlich, dass er seine Parteifreundin auf jeden Fall wieder nach Elstal einladen wird.

Förderprogramm für Insektenschutz

Für die Heinz-Sielmann-Stiftung äußerte der Stiftungsratsvorsitzende Fritz Brickwedde einen Wunsch: „Wir freuen uns über die Wertschätzung und Unterstützung unserer Arbeit. Es wäre schön, wenn wir neben den Mitteln zur Wiederherstellung des Offenlandes auch Mittel für die dauerhafte Pflege bekommen könnten.“

Das ist momentan noch deutlich schwieriger. Immerhin wird im Bundesumweltministerium gerade ein Förderprogramm zum Insektenschutz vorbereitet. Insgesamt soll das Förderprogramm mehr Geld für den Insektenschutz unter anderem im Wald und in Schutzgebieten bereitstellen. „Wir bereiten den entsprechenden Antrag vor. Im Januar werden sie den auf dem Schreibtisch haben“, so Fritz Brickwedde.

Von Ralf Stork

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