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Claudia Kunert legt Mosaike aus Porzellan

Kreative in der Region Claudia Kunert legt Mosaike aus Porzellan

Ein Elefant im Porzellan-laden schreckt Claudia Kunert nicht. Die Mosaik-Künstlerin aus Falkensee verwendet exakt zugeschnittene Porzellanscherben für ihre Bilder, Übertöpfe und Spiegelrahmen. Die Arbeiten zeigte sie auf der Falkenseer Kunstmeile am Gutspark.

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In der Familienzeit kam Claudia Kunert zu den bunten Steinen.

Falkensee. Ein Elefant im Porzellan-laden schreckt Claudia Kunert nicht. Die Mosaik-Künstlerin verwendet exakt zugeschnittene Porzellanscherben für ihre Bilder, Übertöpfe und Spiegelrahmen. Die Arbeiten zeigte sie auf der Falkenseer Kunstmeile am Gutspark Anfang September.

Seit einem Jahr wohnt die gebürtige Berlinerin mit Ehemann Willi in der Gartenstadt. Zuvor arbeitete Claudia Kunert jahrelang in Frankfurt am Main im eigenen Atelier. Ihre umfangreichsten Mosaike findet man an der U-Bahnhaltestelle in Heddernheimer Landstraße in Frankfurt und am Oberurseler U-Bahnhof Weißkirch Ost: „Ich mag sehr gern Silhouetten, das sieht man auch auf jenen großen Bildern“, sagt die 58-Jährige.

Das Einfamilienhaus an der Ortsgrenze zu Dallgow-Döberitz ist geprägt vom „Scherbenzauber“, so heißt auch die Website der Künstlerin. Bunte Blumentöpfe, aus denen Tassenhenkel herausragen, ein Tisch mit einer kunterbunten Spirale stehen auf der Terrasse. „Mit meinen Mosaiken würde ich gern ein Café gestalten. Die Prototypen sind fertig“, plaudert Claudia Kunert.

Im ersten Stock hat sie sich ein Studio eingerichtet: prallvolle Plastikkästen mit Milchkännchen, Tassen, Teller. In anderen liegen Porzellanteile, farblich sortiert. Die kreative Atmosphäre inspiriert, und man möchte sofort loslegen mit einem Bild aus kleinen Steinen oder farbigem Glas. „In Frankfurt hatte ich ein großes Atelier mit Platz genug für mehrere Arbeitsplätze, um Kurse zu geben. In Falkensee habe ich noch keine Möglichkeit dazu gefunden“, sagt die Künstlerin. In den achtziger Jahren hat sie in Berlin Werbe-Ökonomie studiert. „Das heißt heute Kommunikationsdesign“, erklärt sie.

Während der Familienzeit, Claudia Kunert hat drei Söhne, kam sie zu den kleinen bunten Steinen, die heute ihr Leben bestimmen. Wenn sie reist, dann zu ebenso spannenden wie alternativen Aufträgen: Sie gestaltete gemeinsam mit internationalen Künstlern eine Rathauswand in der chilenischen Stadt Valparaiso. Gerade erst gab es eine Ausstellungseröffnung in Hamburg-Winterhude. Dort beteiligt sich die Falkenseerin an der Wanderausstellung der Deutschen Organisation für Mosaikkunst. Sie ist dort Mitglied als Freie Künstlerin.

Claudia Kunert bewundert die traumhafte Grotte der französischen Malerin Niki de Saint Phalle in den Herrenhäuser Gärten in Hannover. „Mein Mann hat dort so viele Fotos gemacht, dass die Museumsleute schon argwöhnisch wurden. Mich interessiert halt alles, die Technik, die Farben, die Mosaiksteine“, erzählt Claudia Kunert lachend.

Auf einer ebenso interessanten wie farbenfrohen Website informiert sie ihre Sammler und Freunde über Neuigkeiten aus der Mosaikszene. Zauberhafte Schmuckstücke sind zu sehen und viele kunterbunte Bilder. Seit kurzem experimentiert sie mit Reliefs Weiß in Weiß. Die erhabenen Scherben geben einen lebendigen Schattenwurf bei wechselndem Lichteinfall. Das sind ihre neuesten Arbeiten.

Von Judith Meisner

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