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Nauen Eine Million Geräte sind das Ziel
Lokales Havelland Nauen Eine Million Geräte sind das Ziel
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08:16 28.04.2018
Rund 560 Mitarbeiter montieren im Schichtsystem Waschmaschinen – im vergangenen Jahr liefen in Nauen über 750 000 Geräte vom Band. Quelle: Tanja M. Marotzke
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Nauen

„Wir befinden uns gerade in einer spannenden Phase“, sagt Petra Drotbohm, Standortleiterin der BSH Hausgeräte Nauen GmbH. Zurzeit wird in dem Waschmaschinenwerk, in dem unter anderem Premiumgeräte der Marken Bosch, Siemens und Neff hergestellt werden, die stufenweise Einführung eines neuen Produktes vorbereitet. „Wir haben im vergangenen Jahr bereits die komplette erste Produktionslinie abgerissen und völlig neu aufgebaut“, so Drotbohm. Allein der Aufbau dauerte knapp acht Wochen. Zwischen 30 und 40 Millionen Euro wird die Produktionsumstellung insgesamt kosten.

10 Kilogramm Fassungsvermögen

„Wir werden ab 2019 ein Gerät produzieren, das eine Trommel mit zehn Kilogramm Fassungsvermögen hat. Dafür setzen wir völlig neue Technologien ein und müssen die Halle dementsprechend anpassen“, so Drotbohm. So wird die Wäschetrommel künftig im Laserschweißverfahren gefertigt und nicht mehr, wie bisher, genietet. Dafür soll in einem nächsten Schritt auch die Vorfertigung im Nauener Werk umgestellt werden. Trotz des größeren Fassungsvermögens können in der Maschine auch kleine Mengen gewaschen werden. „Die Maschine erkennt dann automatisch, wie viel Wäsche in der Trommel ist“, erklärt Personalleiter Daniel Hetz.

Nylonstrumpf als Qualitätsmesser

Bis das jedoch soweit ist, werden auf den beiden jeweils rund 100 Meter langen Produktionslinien die aktuellen Modelle montiert. Pro Schicht arbeiten zwischen 60 und 70 Mitarbeiter an einer Linie. Für ihren jeweiligen Arbeitsschritt haben sie nur 30 Sekunden Zeit, dann läuft das Band weiter. Jede Stunde wird innerhalb kleiner Teams die Position gewechselt.

Stolze Reihe: Nauen BSH Hausgeräte Service Nauen GmbH . Quelle: Tanja M. Marotzke

Trotz moderner Fertigungstechnologien, wie etwa dem Reibverschweißen und robotergestützter Montage, können die Werker auf ein ganz besonderes Utensil nicht verzichten. „Der Nylonstrumpf ist das Qualitätskriterium für Wäschetrommeln“, erklärt der stellvertretende Produktionsleiter Martin Steinhorst. Jede einzelne Trommel wird vor ihrem Einsetzen in die Maschine mit einem Strumpf getestet. „Wenn der Strumpf auch nur irgendwo hängen bleibt, wird die Trommel aussortiert“, so Steinhorst. Wichtige Verbindungen an den Geräten werden zusätzlich computergestützt überprüft, sodass auch kleinste Abweichungen erkannt werden.

Neue Produktion für 2019

Bevor die neue Produktion 2019 an den Start geht, werden in Nauen bereits die ersten Geräte testweise produziert. „Als Kompetenzzen-trum ist es unsere Aufgabe, die neue Produktion auf Montagetauglichkeit zu prüfen“, erklärt die Standortleiterin.

Konstante Mitarbeiterzahl

Im vergangenen Jahr haben 751 520 Waschmaschinen die Nauener Fabrik verlassen. Petra Drotbohm würde die Stückzahl gerne auf eine Million erhöhen, dann wäre die Auslastung optimal. Denn das Werk steht in großer Konkurrenz. Die Produktion in Deutschland ist teurer als im Ausland. Umso mehr müsse auf Qualität und neue Technologien gesetzt werden. „Manche Sachen können wir besser, aber wir müssen am Ball bleiben“, so Drotbohm. Für einen deutschen Produktionsstandort würde in der heutigen Zeit niemand mehr eine Garantie abgeben. Dennoch ist die Mitarbeiterzahl konstant, ab kommendem Jahr müssen die Werker bei gleicher Bezahlung zudem weniger Stunden arbeiten. „Wenn es uns gut geht, sollten wir das auch weitergeben“, so Petra Drotbohm.

Von Danilo Hafer

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