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Nauen Erneuter Anlauf für einen Wochenmarkt
Lokales Havelland Nauen Erneuter Anlauf für einen Wochenmarkt
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19:28 29.08.2018
Die Nauener wünschen sich einen Markt. Doch der bisherige lief auch deshalb schlecht, weil zu wenige Kunden kamen. Quelle: Gartenschläger
Nauen

Schon im Wahlkampf hatte Bürgermeister Manuel Meger (LWN) angekündigt, dass er sich für einen neuen Wochenmarkt einsetzen will. Nun soll das Vorhaben in Angriff genommen werden. Allerdings zeigt sich bereits jetzt, dass dies erwartungsgemäß nicht einfach wird.

So liegt der Stadt zwar ein Angebot der Deutschen Marktgilde eG vor, das allerdings nicht akzeptabel sei, heißt es. Denn die Kommune müsse das komplette Risiko tragen und würde zudem nicht am Erlös beteiligt, wie es in anderen Städten üblich sei. Zudem heißt es aus dem Ordnungsamt, dass der Betreiber auch keine Garantie für eine Mindestzahl an Händlern abgeben will.

Stadt sollte Zuschuss zahlen

Doch rund zwölf Teilnehmer sollten es schon sein, damit die Festsetzung eines Marktes gerechtfertigt ist. Zudem soll die Stadt einen Organisationskostenzuschuss zahlen von etwa 9000 Euro im Jahr. Der Markt würde nur an einem Tag in der Woche stattfinden und die Laufzeit des Vertrages sollte drei Jahre betragen, das erste wäre ein Probejahr.

„Das Angebot ist Ausdruck dessen, dass die Durchführung eines Marktes ohne entsprechend hohe Kaufnachfrage uninteressant für die Deutsche Marktgilde ist. Dies hat der Vertreter im Gespräch am 26. Juli deutlich bekräftigt und auf die Interessenslage der Markthändler ausgeweitet“, teilte Ordnungsamtsleiterin Ilona Pagel mit.

Händler sollen auf Rathausplatz stehen

Allerdings will man sich nicht entmutigen lassen und plant, auf andere Weise einen Markt auf die Beine zu stellen. Vorgesehen ist dafür der Rathausplatz. In einem ersten Schritt sollen ab 2019 gezielt Sondernutzungen an ambulante Händler vergeben werden, die dort donnerstags von 7 bis 13 Uhr stehen könnten.

Sie sollen zudem motiviert werden, weitere Händler anzuwerben, damit letztlich ein Wochenmarkt entsteht. Um darüber hinaus Publikum und Kunden anzuziehen, will man eventuell Straßenkünstler auftreten oder Veranstaltungen des Familien- und Generationenzentrums (FGZ) oder Kulturbüros am Markttag stattfinden lassen.

Stadt wird eventuell Marktbetreiber

Sollte es gelingen, dass regelmäßig zehn bis zwölf Händler vor Ort sind, könnte daraus ein „richtiger“ Markt werden als öffentlich-rechtliche Einrichtung der Stadt. Da der Platz auf dem Rathausplatz nicht ausreichen wird, soll ein Teil des Parkplatzes mit hinzu genommen werden. Die Händler könnten dann auch ihre Fahrzeuge mit aufs Marktgelände nehmen.

Dass dies beim bisherigen Wochenmarkt in der Marktstraße nicht möglich war, zählte damals zu den Kritikpunkten der Händler. Vor allem aber die mangelnden Umsätze ließen die Händler zunehmend fernbleiben. Die geringe Anzahl von Händlern wurde von den Stadtverordneten ebenso kritisiert wie das Erscheinungsbild und die Angebotspalette an den beiden Markttagen.

Von Andreas Kaatz

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