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Nauen Land übergibt 12.000 Euro für Dachsanierung
Lokales Havelland Nauen Land übergibt 12.000 Euro für Dachsanierung
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16:57 10.07.2018
Die Gutsscheune schließt das Dorfensemble von Ribbeck nach Westen ab. Ihren Verfall will der Kulturverein Ribbeck stoppen. Quelle: Marlies Schnaibel
Ribbeck

800 Quadratmeter Dachfläche mit Biberschwanz-Kronendeckung – die Aufgabe ist riesig. Der Kulturverein Ribbeck will sich dem stellen und die historische Gutsscheune von Ribbeck erhalten. Am Dienstag wurde dazu ein Meilenstein erreicht: Brandenburgs Kulturstaatssekretärin Ulrike Gutheil übergab einen Fördermittelbescheid in Höhe von 12400 Euro.

Kulturstaatssekretärin Ulrike Gutheil (m.) übergibt den Fördermittelbescheid an Uta von Kameke und Sonja Hermann vom Kulturverein Ribbeck. Quelle: Marlies Schnaibel

Damit soll das Dach des imposanten Gebäudes saniert werden. Das Geld ist nur ein relativ kleiner Teil der Gesamtsumme, die für die Sanierung der fast 170 Jahre alten Scheune nötig ist. Mit 250000 Euro rechnet der Verein. Aber die Fördermittelzusage aus dem Ministerium ist ein wichtiges Signal für weitere Förderung aus dem Leader-Programm. „Wir haben da sehr gute Signale bekommen“, sagt Sonja Hermann vom Kulturverein. Sollte alles wie geplant klappen, könnten die Arbeiten im September beginnen.

Scheune stand lange leer

Die Scheune auf der Westseite des historischen Dorfangers ist im kleineren Teil bewohnt, der größere Teil stand seit Jahren leer und verfiel. „Früher wurde hier die Ernte des ganzen Dorfes untergebracht, die Arbeit von 300 Menschen“, blickt Architekt Arndt Hermann zurück. Die Scheune war um 1850 unter der Herrschaft von Hans Georg Karl Friedrich Ernst von Ribbeck in sogenannter Kalk-Pisé-Technik erbaut worden. Heute steht die 14 Meter hohe Scheune auf der Denkmalliste.

Blick ins Innere der Gutsscheune Ribbeck. Quelle: Marlies Schnaibel

„Wir freuen uns, dass vom Land nicht nur die Schlösser und Kirchen als Denkmäler wahrgenommen und gefördert werden“, sagt Sonja Hermann, „sondern dass Denkmäler auch im erweiterten Kontext begriffen werden.“ Für die Kulturstaatssekretärin Ulrike Gutheil ist deshalb das aufgestockte Denkmal-Hilfsprogramm eine gute Möglichkeit, Initiativen zu begleiten und anzuschieben, wie hier in Ribbeck.

Sturm zerstörte Dach

Nach einen Sturm war 2015 ein Teil des Daches eingestürzt, ein Jahr später erfolgte eine Notsicherung, auch dank der Mittel der Denkmalhilfe sowie weiterer Partner. Nun soll die Holzkonstruktion des Daches erneuert und das Dach neu eingedeckt werden.

Platz für Kulturveranstaltungen

Die Scheune hatte der Architekt Arndt Hermann gekauft, um sie vor dem Verfall zu bewahren und „für das Dorf zu bewahren“. Der Kulturverein Ribbeck will die Scheune, die mehr als 400 Besuchern Platz bietet, mit ihrem rauen Charme erhalten und künftig als Veranstaltungs- und Ausstellungsort nutzen. Bei der Ribbecker Sommernacht hatte das in vergangenen Jahren bereits mehrmals bestens funktioniert.

Denkmalhilfe eingerichtet

Im Rahmen des 2015 erstmals eingerichteten Denkmalhilfe zur Sicherung von bedrohten Denkmalen steht in diesem Jahr im Land Brandenburg erneut insgesamt eine Million Euro Landesmittel zur Verfügung. Damit können in diesem Jahr rund 30 dringende Sanierungs- und Sicherungs-Projekte gefördert werden. Das Kulturministerium stellt in diesem Jahr insgesamt rund 14,3 Millionen Euro für die Denkmalpflege bereit.

Die Mittel fließen – neben der Denkmalhilfe – in die Kofinanzierung des Bundesprogramms zur Erhaltung national bedeutender Denkmale sowie an die Kirchen, die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten und die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten für den Erhalt ihrer Bausubstanz. Insgesamt gibt es rund 24.500 eingetragene Denkmale im Land Brandenburg – davon rund 13.600 Bau- und Kunstdenkmale.

Von Marlies Schnaibel

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