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Nauen Frisches Grün für Ribbeck und Schönwalde
Lokales Havelland Nauen Frisches Grün für Ribbeck und Schönwalde
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02:20 29.04.2018
Im Ribbecker Birnengarten am Schloss wurden am Donnerstag zwei Birnbäume nachgepflanzt. Brandenburg und das Saarland hatten gelitten Quelle: Holger Kohl
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Ribbeck/Schönwalde-Glien

Der Gräfin von Paris ging es gar nicht gut. Clapps Liebling sah auch nicht gut aus. Die beiden Bäume im Ribbecker Birnengarten standen für die Bundesländer Saarland und Brandenburg. Am Donnerstag wurden sie durch neue Bäume ersetzt. Brandenburgs Staatssekretär Martin Gorholt und Joachim Berger aus dem Saarland griffen tatkräftig und symbolträchtig zu.

Sturmschäden werden beseitigt

Bereits am Mittwochabend war ein Schönwalde-Glien ein symbolträchtiger Baum gepflanzt worden. Auch mit Blick auf die Sturmschäden nach Orkan Xavier hatte Bürgermeister Bodo Oehme zum „Tag des Baums“ am 25. April diesen neuen Baum gepflanzt hat. Es ist eine Esskastanie, der aktuelle „Baum des Jahres“. Ein gut vier Meter hohes Exemplar wurde im ehemaligen Grenzstreifen zwischen Schönwalde und Berlin in die Erde gebracht und anschließend fachgerecht gewässert.

Tradition seit 2009

Bodo Oehme: „Seit 2009 pflanzen wir vor Ort den Baum des Jahres zum Tag des Baums – immer am 25. April, wenn er denn auf einen Werktag fällt. Wir haben ausreichend Platz in der kleinen Parkanlage, um diese Tradition noch ein paar Jahre fortführen zu können. Im kommenden Jahr werden wir Schilder aufstellen, die aufzeigen, was für eine Baumart hier gepflanzt wurde. Und wer der Spender ist.“

Dank an den Spender

In diesem Jahr spendete der Schönwalder Mario Bauer das Bäumchen. Bauer stammt aus Berlin und lebt seit 1985 in Schönwalde-Glien. Seine Spende begründet er so: „Ich wollte dem Ort gern etwas zurückgeben.“

Über die Esskastanie als Baum des Jahres hatte sich der Bürgermeister im Vorfeld gründlich informiert: „Die Esskastanie wird bis zu 500 Jahre alt, bis zu 35 Meter hoch und weist einen Stammdurchmesser von bis zu zwei Metern auf. Der Baum kommt eigentlich eher im warmen Süden an Hanglagen vor. Durch die Klimaveränderung wird er aber zunehmend auch hier bei uns zu einem interessanten Baum. Seine Früchte, die Esskastanien, waren früher die Kartoffeln des armen Mannes, bis die Kartoffel auf die Teller kam.“

Der Tag des Baums wird übrigens seit 1952 jährlich gefeiert. Seinerzeit gab Bundespräsident Theodor Heuss den Startschuss – und pflanzte im Bonner Hofgarten einen Ahorn.

Charakter von Schönwalde bewahren

Dass Schönwalde-Glien nun wieder einen Baum mehr auf dem eigenen Boden zu stehen hat, freut auch Sabine Kondziella vom EFCS e.V., dem Verein zur Erhaltung und Förderung des Charakters von Schönwalde: „Zu Schönwalde gehört schon immer eine sehr waldreiche Umgebung. Die Neuanpflanzung kommt sehr unserem Anliegen entgegen, den Charakter von Schönwalde zu bewahren.“

Bürgermeister Bodo Oehme machte klar, dass die Neupflanzung zum Tag des Baums nicht die einzige botanische Aktivität in der Gemeinde ist: „Wir nehmen umfangreiche Ausgleichs- und Ersatzpflanzungen vor, um Baumfällungen beim Straßen- und Radwegebau zu kompensieren. In einem Waldstreifen haben wir Binsenstecklinge gepflanzt, die nun schon wieder zwölf Meter hoch sind. In Schönwalde-Dorf haben wir nicht nur 148 Linden als Straßenbäume gesetzt, sondern auch auf 2,4 Hektar Fläche viele weitere Bäume gepflanzt.“

Von Carsten Scheibe

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