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Nauen Fördergeldsegen für die Kulturscheune
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00:25 10.09.2018
Minister Jörg Vogelsänger übergibt den Bescheid an den Kulturverein Ribbeck, vom Vorstand sind Uta von Kameke, Sonja Hermann und Christian von Ribbeck gekommen. Quelle: Schnaibel
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Ribbeck

Aus der Ribbecker Gutsscheune wird eine Kulturscheune. Ach was, ein Ribbecker Festspielhaus soll sie werden. So steht es auf einem Plakat an dem markanten Bau. Der hat in den letzten Wochen fast alle Ziegel verloren. Planmäßig. Denn die mehr als 150 Jahre alte Scheune wird saniert.

Sanierungsrettungsplan aufgestellt

Damit dieser Sanierungsrettungsplan umgesetzt werden kann, ist Geld nötig. Den größten Teil überreichte am Freitag Brandenburgs Agrar- und Umweltminister Jörg Vogelsänger in Form eines Zuwendungsbescheides über 214 000 Euro. Den Scheck nahmen die Mitglieder des Vorstandes vom Kulturverein Ribbeck entgegen.

Das Geld kommt aus dem Förderprogramm für ländliche Entwicklung, dem Leader-Programm. „Unser Vorhaben passt zum Kernanliegen von Leader“, sagte Sonja Hermann vom Kulturverein, „es ist ein Projekt von Leuten aus dem Ort, die sich für ihren Ort einsetzen.“ Hier sollen ab dem nächsten Jahr viele Veranstaltungen möglich sein: vom bäuerlichen Markt bis zum Klassikkonzert.

Beispiele gelungener Förderpolitik

Jörg Vogelsänger würdigte Ribbeck im Allgemeinen und die Scheune im Besonderen als gutes Beispiel für gelungene Förderpolitik. Die Fördersumme, die ergänzt wird durch andere kleinere Förderungen, Spenden und Privatmittel, ermöglicht die Sicherung und den einfachen Ausbau der Scheune.

Imposante Ausmaße

Die Scheune wurde Mitte des 19. Jahrhunderts unter der Herrschaft von Hans Georg Karl Friedrich Ernst von Ribbeck gebaut.

Das Gebäude ist 75 Meter lang und 14 Meter hoch.

Die Dachfläche umfasst 800 Quadratmeter Ziegelfläche.

Das wird kein millionenschwerer Umbau. Hier wird die Hülle des imposanten Gebäudes erhalten, die Wände werden in der seltenen Kalk-Pisé-Technik wiederhergestellt, der Boden wird mit Lehm befestigt, Toiletten und Bühne werden eingebaut.

„Eine verrückte Tat“

Das Gebäude, dessen südlicher Teil nach dem Zweiten Weltkrieg zum Wohnhaus umgebaut wurde, steht unter Denkmalschutz. Es stand jahrelang leer und drohte zu verfallen. Der Architekt Arndt Hermann kaufte es schließlich und entwickelte mit dem Kulturverein einen Rettungsplan. „Es ist eine verrückte Tat, und sie ist völlig unwirtschaftlich“, sagte er.

Aber Ziel aller Akteure war es, das Gebäude zu erhalten und einer Nutzung zuzuführen. Viele Bauaufträge sind bereits vergeben. Für den seltenen Kalk-Pisé-Putz haben die Ribbecker eine Baufirma ganz aus der Nähe gefunden: El-Bau aus Gräningen.

Maler Andreas Großmann und sein polnischer Kollege haben sich in die ungewöhnliche Technik eingefuchst, das Material für die Arbeiten beziehen sie von ihrem Zulieferpartner Gebrüder Fürstenberg aus Rathenow. So können sie mit Kalk, verschiedenen Kies-Arten und Lehm die Wände verputzen.

Workshop am Sonntag

Am Freitag haben sie Material für Sonntag gebracht. Zum Tag des offenen Denkmals öffnet auch die Scheune und um 15 Uhr wird ein Lehmstampf-Workshop angeboten.

Von Marlies Schnaibel

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