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Nauen Gesucht wird der beste Schafhirte des Landes
Lokales Havelland Nauen Gesucht wird der beste Schafhirte des Landes
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00:35 15.08.2015
Die Herde für den Wettbewerb stammt von Schäfer Helmut Biermann aus Berge. Quelle: Peter Geisler
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Selbelang/Berge

Auf dem Flugplatz Bienenfarm in Selbelang landen Ende des Monats einige ungewöhnliche Besucher. Am 30. August, einem Sonntag, wird auf dem Gelände zum ersten Mal das Landesleistungshüten der Brandenburger Schäfer ausgetragen. Die fünf besten Schäfer der Mark ermitteln in einem mehrstündigen Wettbewerb ihren Landessieger, der Brandenburg eine Woche später auf dem Bundesfinale in Hessen vertreten wird. Schäfer aus dem Havelland sind in diesem Jahr zwar nicht dabei, doch ohne sie könnte der Wettbewerb gar nicht stattfinden: Helmut Biermann aus Berge stellt die Schafsherde, an der sich die Teilnehmer an diesem Tag versuchen werden.

Der 47-Jährige hält seit vielen Jahren eine Herde Merinofleischschafe. Als einer der letzten Schäfer in Brandenburg – und als einziger im Havelland – hält er an dieser einst so populären Rasse fest; es ist größtenteils sein Verdienst, dass sie in der Region überhaupt noch existiert. 2014wurde er deshalb auf der Brala (Brandenburgische Landwirtschaftsausstellung) im MAFZ-Erlebnispark in Paaren im Glien sogar von Brandenburgs Landwirtschaftsminister Jörg Vogelsänger geehrt.

Weil seine Schafe pflegeleicht und gut zu hüten sind, wurde Biermanns Herde für das Landesleistungshüten ausgewählt. Dieses sollte ursprünglich auf dem ehemaligen Flughafen Berlin-Tempelhof stattfinden, doch Helmut Biermann wollte seine Tiere nicht kilometerweit in die Stadt transportieren. „Jetzt ist es ja trotzdem ein Flugplatz geworden“, sagt er. Schon zehn bis zwölf Tage vor dem Wettbewerb wird Biermann seine Schafe nach Bienenfarm bringen, „damit sie sich an die neue Umgebung gewöhnen können.“

Beim Leistungshüten werden Situationen simuliert, denen Schäfer immer wieder begegnen, zum Beispiel das Austreiben der Schafe aus dem Pferch, Abweiden eines eng begrenzten Terrains („Enges Gehüt“), das Treiben über eine Brücke oder im Straßenverkehr. Der Parcours muss innerhalb einer Stunde absolviert werden, wobei es nicht auf die Zeit ankommt, sondern auf die Ausführung. „Die Schafe sollen ja nicht abgehetzt werden“, sagt Helmut Biermann. Bewertet werden das Auftreten des Hüters und der Hunde.

Der Hütewettbewerb beginnt um 10 Uhr, die Siegerehrung ist für 17 Uhr vorgesehen. Vor dem Start gibt es morgens in einem der Hangars zwischen historischen Flugzeugen einen Gottesdienst mit Superintendent Thomas Tutzschke vom Evangelischen Kirchenkreis Nauen-Rathenow. Am Mittag hält Michael Jurkschat von der Prüfstation für Schafe an der Lehr- und Versuchsanstalt für Tierzucht und -haltung in Groß Kreutz (Potsdam-Mittelmark) einen Vortrag zur Merinoschafzucht. Es gibt einen Tierschau mit verschiedenen Rassen, Musik und eine Hüpfburg sowie ein gastronomisches Angebot. Außerdem werden Kremserfahrten vom Flugplatz zum Kinderbauernhof Marienhof und nach Ribbeck angeboten.

Von Philip Häfner

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