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Nauen Golze und Kolat besuchen Nauener Klinik
Lokales Havelland Nauen Golze und Kolat besuchen Nauener Klinik
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17:54 26.07.2018
Dilek Kolat (v.l.) und Diana Golze informierten sich über den Alltag in der Nauener Klinik. Quelle: Danilo Hafer
Nauen

Die Länder Berlin und Brandenburg wollen bei der Krankenhausplanung in Zukunft gemeinsame Wege gehen. Um diese Zusammenarbeit zu intensivieren und schon jetzt von einander zu lernen, besuchten Brandenburgs Gesundheitsministerin Diana Golze (Linke) und Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kolat (SPD) am Donnerstag den Standort der Havelland-Kliniken in Nauen. Bei ihrem Besuch wollten sich die beiden Politikerinnen vor allem über bereits bestehende Modellprojekte und Konzepte informieren.

Viele Brandenburger werden in Berlin behandelt

Laut Kolat wurden im Jahr 2016 rund 108 000 Brandeburger in Berliner Krankenhäusern stationär behandelt und umgekehrt 21 000 Berliner in Brandenburg. „Es gibt also bereits große Schnittmengen der beiden Länder bei der Behandlung von Patienten“, so Kolat. Mit der Nauener Klinik haben sich die beiden Politikerinnen einen Standort ausgesucht, der, so sagt es Diana Golze, ständig in Bewegung ist. „Immer wenn ich wieder herkomme hat sich etwas verändert.“

Nauener Notaufnahme wird umgebaut

Noch in diesem Jahr soll die Notaufnahme komplett umgebaut werden. „Dafür werden wir die Rettungsstelle zunächst in einen anderen Gebäudeteil verlagern“, sagte die Chefärztin der Notfallmedizin Petra Wilke. Durch den Umbau soll der Bereich neu strukturiert werden, um die Versorgung der Patienten zu optimieren.

Nicht zuletzt gehe es darum, die Patienten schneller auf die Station zu verlegen. Auch in der Nauener Notaufnahme steigt de Zahl der Patienten stetig. „Daher müssen wir insgesamt daran arbeiten, die Zusammenarbeit von Notaufnahme und niedergelassenen Ärzten zu verbessern“, so Golze.

Fachkräftegewinnung ist große Herausforderung

Ein Thema, das sowohl Diana Golze und ihre Berliner Amtskollegin, aber auch die Klinikleitung gleichermaßen beschäftigt, ist die Gewinnung von Fachkräften. „Fachkräfte fallen nicht einfach vom Himmel, die müssen ausgebildet werden. Da stehen wir alle vor den gleichen Herausforderungen“, sagte Dilek Kolat. Daher wollen die beiden Länder auch hier künftig enger zusammenarbeiten. In der Klinik Nauen startet schon in diesem Herbst ein Modellprojekt. „Eigentlich wird die generalistische Ausbildung in der Kranken- und Altenpflege, mit einem gemeinsamen Lehrplan, erst im Jahr 2020 eingeführt, wir fangen aber schon jetzt damit an“, sagte der Geschäftsführer der Havelland-Kliniken Jörg Grigoleit. Mit einer an die neuen Regelungen angelehnten Ausbildung will die Klinik schon jetzt erste Erfahrungen sammeln, um sich auf die Einführung vorzubereiten.

Möglichkeiten der Telemedizin nutzen

Nach ihrem Rundgang zeigten sich die beiden Politikerinnen zufrieden und bestärkt in den Themen, die künftig angepackt werden müssen. Laut Kolat liegt das Hauptaugenmerk vor allem auf der Altersmedizin und der Notfallversorgung aber auch im Bereich der Psychiatrie und Telemedinzin. Letzteres wird in der Nauener Klinik bereits angewandt. „Die Havelland-Kliniken sind ein gutes Beispiel dafür, wie wir unsere Strukturen zukunftsfest machen und Standorte zu modernen sektorenübergreifenden Gesundheitszentren umbauen“, sagte Golze.

Ziel sei immer, eine flächendeckende und bedarfsgerechte medizinische Versorgung zu garantieren. Auf Grundlage gemeinsamer Versorgungsziele wollen Berlin und Brandenburg ihre Krankenhauspläne ab 2020 mit gemeinsamen Zielen beschließen.

Von Danilo Hafer

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