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Nauen Großer Schritt für kleine Schnitte
Lokales Havelland Nauen Großer Schritt für kleine Schnitte
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16:22 12.09.2018
Ein Beispiel für minimalinvasive Eingriffe: Schlüsselloch-OP am Leistenbruch. Quelle: Elinor Wenke
Nauen

Unter dem Begriff Schlüssellochoperation ist es allgemein bekannt, von minimal-invasiver Chirurgie – kurz MIC – spricht hingegen der Experte. Diese Vorgehensweise wird auch in den Havelland Kliniken praktiziert. Nunmehr ist das MIC-Zentrum als Referenzzentrum anerkannt worden.

„Dass dieses Anforderungslevel nicht leicht zu erreichen ist, belegt der Umstand, dass es deutschlandweit nur 14 dieser Zentren gibt. In Berlin verfügt nur die Charité über diesen Zertifizierungsstatus und im Land Brandenburg einzig das MIC-Zentrum der Havelland Kliniken“, teilte Chefarzt Stefan Lenz mit, Leiter des MIC Zentrums Havelland.

Früher waren viele Heilungsverläufe schmerzhaft

Für den Patienten hat die Vorgehensweise der minimalinvasiven Eingriffe viele Vorteile. Waren früher waren lange Operationen, schmerzhafte Heilungsverläufe, mehrere Tage Klinikaufenthalt und lange Wundheilungsphasen mit sichtbar großen Narben üblich, so gehört dies nun bei einer Vielzahl von Eingriffen der Vergangenheit an. Mittels der MIC haben die Patienten in der Regel weniger Schmerzen, es gibt bessere kosmetische Ergebnisse und kürzere Erholungsphasen.

Im Havelland sind die minimalinvasiven Verfahren schon länger an der Tagesordnung. Damit die Patienten schnell die nötige Beratung bekommen, um eine geeignete Behandlung zu erhalten, wurde die vorhandene Expertise im 2015 gegründeten MIC Zentrum gebündelt. Unter einer zentralen Rufnummer werden die Patienten mit dem richtigen Ansprechpartner in Verbindung gebracht – ob es um Endoskopien, chirurgische, unfallchirurgische, orthopädische, urologische oder gynäkologische Therapie geht oder zunächst um eine Beratung.

Qualität der Operationen wird überwacht

 2016 wurde das MIC-Zentrum Havelland von der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie als Kompetenzzentrum zertifiziert. „Voraussetzung für diese fachliche Anerkennung ist der Nachweis, dass die Klinik über die personelle und sachliche Ausstattung sowie entsprechende Erfahrung verfügt, um eine qualitativ gute und eine leitliniengerechte Behandlung sicherzustellen“, so Lenz. So muss beispielsweise eine große Anzahl von komplexen minimal-invasiven Eingriffen durchgeführt werden. Dabei werde die Qualität dieser Operationen durch eine Dateneingabe in ein zentrales Qualitätsregister kontinuierlich überwacht.

Von Andreas Kaatz

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