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Nauen Parkdeck könnte am Landgut entstehen
Lokales Havelland Nauen Parkdeck könnte am Landgut entstehen
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17:38 30.10.2018
Auf der Fläche des Besucherparkplatzes ist das Parkdeck mit zwei Ebenen geplant. Quelle: Tanja M. Marotzke
Groß Behnitz

Aus dem Besucherparkplatz am Landgut Stober kann nun eventuell ein Parkdeck werden. Die Nauener Stadtverordneten haben am Montagabend grünes Licht dafür gegeben, dass das Verfahren zur Änderung des Bebauungsplans eingeleitet werden kann. Auf diese Weise sollen künftig mehr Parkplätze auf der Fläche zur Verfügung stehen – 184 statt 98.  

Allerdings hat sich nun eine neue Situation ergeben. Bisher war es nämlich so, dass die zusätzlichen 86 Stellplätze unbedingte Voraussetzung für den Bau eines weiteren Hotels auf dem Landgut sein sollten. Doch zu Beginn der Stadtverordnetensitzung verkündete Bauamtsleiter Bert Lehmann eine kleine Überraschung: Ende letzter Woche bekam er bereits die Baugenehmigung für die Hotelerweiterung in Kopie auf den Tisch. Danach reichte der Genehmigungsbehörde die Ausweisung von lediglich 38 weiteren Stellplätzen aus, die Michael Stober auf dem Hotelgrundstück nachweisen konnte. Die Baugenehmigung gilt für den geplanten Hotelkomplex direkt an der Straße – mit 142 Betten.

Völlig neue Situation

Rein rechtlich eine völlig neue Situation: Damit wäre nämlich der Bau des Parkdecks für den Landgut-Inhaber nicht mehr zwingend notwendig. „Jetzt ist die Frage, ob Herr Stober das Parkdeck trotzdem baut“, meinte Bürgermeister Manuel Meger (LWN) auf Anfrage. Die Entscheidung sei der Stadt jedenfalls abgenommen.

Nach dem positiven Votum der Stadtverordneten wartet Meger nun darauf, dass Stober die entsprechenden Unterlagen einreicht. Denn die Kommune ist weiterhin daran interessiert, dass das Parkdeck mit insgesamt 184 Stellplätzen auf zwei Ebenen entsteht, um in Zukunft eine geordnete Parksituation im Dorf zu gewährleisten. Aber auch der Bauherr selbst hatte in einer Stellungnahme gegenüber der Genehmigungsbehörde zuvor erklärt, dass er ebenfalls deutlich mehr Pkw-Stellplätze haben möchte.

Es muss nicht unbedingt ein Parkdeck sein

Das bestätigte er am Dienstag auf Anfrage: „Ich bin weiterhin an einer Lösung interessiert, um mehr Stellplätze im Sinne der Allgemeinheit zu schaffen“, sagt er – und möchte dazu das Gespräch mit der Stadt suchen. Denn nach seiner Ansicht muss es nicht unbedingt ein Parkdeck sein – aus städtebaulichen sowie aus Kostengründen. Müsste er doch dabei mit zusätzlichen 400 000 Euro rechnen. Und weil ein Parkdeck auch nicht so richtig nach Groß Behnitz passt, wäre Stober eher an weiteren ebenerdigen Stellplätzen in der Nähe interessiert. Dazu benötigt er aber die erforderlichen Flächen. Stober kritisiert rückblickend, dass sein Vorhaben seit Monaten behindert worden sei.

Den Aufstellungsbeschluss für die B-Plan-Änderung angesichts der neuen Situation erneut im Ortsbeirat zu behandeln und damit erst einmal von der Tagesordnung der Stadtverordnetenversammlung zu nehmen, wie von Ortsvorsteher Wolfgang Jung (LWN) beantragt, lehnten die Stadtverordneten am Montag mehrheitlich ab.  

Insgesamt 174 Einbettzimmer geplant

Seit Wochen läuft in Groß Behnitz die Diskussion um den Bau eines Parkdecks. Stober will für die erste Ebene 1,30 Meter in die Erde gehen, die zweite soll 1,20 Meter über der Geländeoberfläche stehen. Letztlich sollen mit dem Parkdeck ausreichend Plätze zur Verfügung stehen für die Errichtung von zwei weiteren Baukörpern mit insgesamt 174 Einbettzimmern, um der Nachfrage nach einem Tagungshotel gerecht zu werden.

Der Ortsbeirat hatte es mit 2:1 Stimmen abgelehnt, das Änderungsverfahren einzuleiten. Denn in der Gemeinde gehen die Meinungen über das geplante Parkdeck bisher auseinander.

Von Andreas Kaatz

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