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Nauen Happy Birthday lieber Bus
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18:39 06.09.2018
Andreas Plessow mit Mäxchen: Abstand halten ist wichtig. Quelle: Tanja M. Marotzke
Nauen

Zauberwörter spielen nicht nur im Märchen, sondern auch beim Busfahren eine Rolle. Eines davon ist „Festhalten“. Was passiert, wenn man dies nicht tut, wusste Ben aus der Klasse 1a der Arco-Schule ganz genau: „Wenn der Bus bremst, dann fällt man nach vorn und verletzt sich.“ Weil er und seine Mitschüler sich aber ans Zauberwort hielten, passierte bei der Vollbremsung von Fahrer Nico Kochmann (20) nichts.

Der Erstklässler nahm mit seinen Mitschülern an einer sehr anschaulichen Unterrichtsstunde der Havelbusschule teil. Dieses Angebot gibt es jetzt seit mittlerweile 25 Jahren. Wie es sich für ein Geburtstagskind gehört, war der Bus bunt geschmückt und die Kinder sangen auf der Fahrt durch Nauen „Happy Birthday lieber Bus“.

1600 Schüler nehmen daran teil

Rund 1600 Schüler der 1. Klassen nehmen in diesem Jahr an der Havelbusschule teil. Dabei lernen sie, wie man aus dem Bus aussteigt und dass man vorher erst nach rechts und links schaut, wie man eine Fahrkarte entwertet und wie man dem Busfahrer anzeigt, dass man aussteigen möchte. Zudem erfuhren die Kinder, dass es im Bus Nothammer und Feuerlöscher gibt. All das brachte ihnen Personaltrainer Andreas Plessow spielerisch bei.

Unterstützung erhielt dieser wieder von Mäxchen, der Puppe. Die ist manchmal etwa vorlaut und hält sich nicht an Regeln. So demonstrierte Plessow am Bahnhof, was passiert, wenn man zu nahe am Bordstein steht. Mäxchen knallte mit dem Kopf an die Scheibe vom Bus. Das sorgte für große Augen bei den Kindern und für die Erkenntnis: Man sollte Abstand halten.

Mäxchen musste repariert werden

Ganz spurlos gingen solche Aktionen in der Vergangenheit nicht an der Puppe vorbei. „Wir mussten Mäxchen immer mal wieder reparieren“, sagt Plessow schmunzeln, der mit der Puppe in den 25 Jahren schon viel erlebt hat. „Wir haben jetzt hier auch Schüler, deren Mütter einst ebenfalls an der Havelbusschule teilgenommen haben“, sagt er.

Noch bis Ende November ist Andreas Plessow mit der Havelbusschule im Landkreis unterwegs. Von Nauen geht es erst einmal nach Falkensee und dann in weitere Orte. Den Abschluss bildet der Rathenower Bereich. Insgesamt haben sich 71 Klassen aus 30 Schulen angemeldet.

Ein Stück Lebensunterricht

Für Jürgen Beyer, Schulleiter der Dr.-Georg Graf von Arco-Schule, eine gute Aktion: „Wir beteiligen uns daran seit 2009, als wir die ersten Grundschulklassen aufgenommen haben, und seitdem jedes Jahr. Es ist ein Stück Lebensunterricht.“

Dietmar Kratzsch, Vorsitzender der Verkehrswacht Havelland, meinte: „Der Sinn der Havelbusschule besteht darin, dass die Schüler das alles mal gesehen haben.“ Allerdings müssten das die Eltern später mit ihnen auch weiterhin üben. „Es geht schließlich um die Sicherheit der Kinder“, appelliert Kratzsch.

Nicht nur Havelbus finanziert das Projekt

Dass Havelbus das Projekt auch nach der Trennung vom Verkehrsbereich Potsdam-Mittelmark fortgesetzt hat, findet Irina Günther gut. Nach Auskunft der Geschäftsführerin der Landesverkehrswacht funktioniere es aber nur deshalb, weil nicht nur Havelbus das Vorhaben finanziert, sondern auch die Sparkasse Geld dazu gibt.

Von Andreas Kaatz

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