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Nauen Nach SPD-Austritt: Henning Kellner auf Liste des Bauernverbandes
Lokales Havelland Nauen Nach SPD-Austritt: Henning Kellner auf Liste des Bauernverbandes
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19:38 13.03.2019
Henning Kellner will mit seinem Bekanntheitsgrad den Kreisbauernverband bei der Kreistagswahl unterstützen. Quelle: Andreas Kaatz
Havelland

Dass Henning Kellner plötzlich auf der Liste des Bauernverbandes für den Kreistag Havelland kandidieren will, hat doch so manchen überrascht. Zum einen, weil er als Kreisbeigeordneter kein Mandat annehmen kann, und zum anderen, weil er eigentlich bei den Sozialdemokraten hätte antreten müssen. Denn seit 1996 ist er SPD-Mitglied – beziehungsweise war es. Kellner, der auch mal Vorsitzender des Kreisverbandes Havelland-Mitte war, gehört der SPD seit 1. Januar 2019 nicht mehr an.

„Die SPD und ich haben sich auseinander entwickelt. Es gab viele Dinge, bei denen ich enttäuscht war“, sagt Kellner, der sich selbst als Vertreter des Wirtschaftsflügels bezeichnet. Bundespolitisch hat sich die SPD für ihn zu sehr in Richtung Soziales entwickelt. „Es wird aber verkannt, dass man das Geld dafür erst einmal verdienen muss.“

Bemühungen im Sande verlaufen

Landespolitisch sei er „an der Bürokratie abgetropft“, wie er sagt. Ein Beispiel zur Verkehrssicherheit: Seine Bemühungen als Dezernent, die Traktoren und Landwirtschaftstechnik auf die Umgehungsstraße Nauen zu verlegen und somit aus der Stadt herauszuholen, sind im Sande verlaufen. Dabei seien die Gefahren insbesondere für Radfahrer und Fußgänger, wenn die großen Maschinen durch die Stadt fahren, erheblich.

Und auf Kreisebene war Henning Kellner darüber erbost, dass sein Dezernat mit den Bereichen Landwirtschaft, Veterinärwesen, Umwelt- und Ordnungsamt im Haushalt 2019 Geld einsparen sollte, obwohl deutlich mehr Geld vom Land gekommen war als im Jahr zuvor. Andere Bereiche sollten hingegen mehr bekommen. „Die CDU hatte es dann gestoppt.“ So gab es wenigstens genauso viel Geld wie 2018.

27 Jahre Mitglied im Verband

Seit 1992 ist Henning Kellner Mitglied im Kreisbauernverband. Für ihn ist es deshalb folgerichtig, dass er diesen unterstützt. Auch wenn er das Mandat letztlich nicht annehmen kann, so möchte er jetzt mit seinem Bekanntheitsgrad um Stimmen für die Interessen des ländlichen Raumes werben.

„Die Bauern sind auch nicht gegen Umweltschutz“, bekräftigt Kellner. Er hofft, dass es mit einer starken Fraktion im Kreistag gelingt, dass Landwirtschaft, Naturschutz und Wasserwirtschaft besser im Einklang sind. Dazu gehöre auch die Grabenpflege. Er will sich zudem für den Radwegelückenschluss an der B 5 zwischen Haage und Pessin einsetzen. In Sachen Verkehrssicherheit plädiert er auch für mehr Tempo 30 vor Kitas und Schulen.

Hoffnung auf starke Fraktion

„Ich würde mich freuen, wenn von den jüngeren Kandidaten viele für den Bauernverband in den Kreistag kommen“, so Kellner und sieht für die Fraktion ein Potenzial von drei bis fünf Mandaten.

Von Andreas Kaatz

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