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Nauen Heimatfreunde beschenken Heimatverein
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19:30 03.08.2018
Der Ketziner Heimatvereinschef Torsten Augustiniak (l.) und Wolfgang Johl von den Nauener Heimatfreunden. Quelle: Helmut Augustiniak
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Ketzin/Havel

Über ein Geschenk der besonderen Art haben sich die Mitglieder des Ketziner Heimatvereins gefreut. Der Vorsitzende der Nauener Heimatfreunde Wolfgang Johl übergab ihnen Dokumente, die bislang in den Archiven der Ketziner Gleichgesinnten fehlten. Vor allem geht es dabei um mehrere Artikel zum 9. Ketziner Fischerfest im Jahr 1985 sowie um eine Festschrift über Etzin.

Erarbeitet hat besagte Artikel der frührere Ketziner Ortschronist Alfred Damaschke in den 80er-Jahren des vorigen Jahrhunderts. Er beschreibt darin das Leben der Fischer zur damaligen Zeit, wobei er auf die Recherchen seines Vorgängers, des ehrenamtlichen Stadtarchivars Fritz Hummel, zurückgegriffen hat.

Festumzug von 1985 genau beschrieben

„Hummel hat dabei die Urkunden und Dokumente aus Dom- und Staatsarchiven gesichtet und kopiert. Oft mussten sie aus dem Lateinischen ins Deutsche übersetzt werden“, sagt Torsten Augustiniak, Vorsitzender des Ketziner Heimatvereins. Damaschke habe seine Rechercheergebnisse ergänzt mit seine Vorstellungen, zum Beispiel über den Ablauf des traditionellen „Großen Zuges“, des heutigen Fischzuges. „Er schildert ihn so, wie er auch heute abläuft. Ob es aber wirklich ursprünglich so war, ist nicht bewiesen“, sagt Augustiniak.

Auch der Festumzug zum Fischerfest ist genauestens in Artikeln beschrieben. „An der siebten Stelle fuhren die Fischer auf einem Einspänner mit. Sie gehörten der Produktionsgenossenschaft werktätiger Fischer (PwF) an und führten nach dem Umzug den traditionellen Fischzug durch“, heißt es in dem Papier.

Sicherheitskräfte verhinderten das Chaos

Damaschke schätzte dann selbst ein: „Das 9. Fischerfest war für Ketzin/Havel zu groß angelegt.“ Mehr als 300 Verkaufsstände habe es gegeben, bekannte Künstler aus der DDR seien aufgetreten, was viele Zuschauer angezogen habe. Am Eröffnungsabend seien 3000 gezählt worden, an beiden Folgetagen je 10 000. „Dass ein Chaos verhindert wurde, war den zum Fischerfest abkommandierten Sicherheitskräften zu verdanken. Bei ihnen bedankte sich der Vorsitzende der Nationalen Front in seinem Abschlussbericht“, schrieb Damaschke.

Ebenfalls jetzt in Ketzin zurück ist die Festschrift zu „800 Jahre Etzin“ aus dem Jahre 1973.

Das Deckblatt der Festschrift für Etzin. Quelle: Helmut Augustiniak

Sie wurde von Bürgermeister Walter Reinhard erarbeitet und enthält Fakten zur Entwicklung des Ortes bis zur DDR-Zeit.

Von Helmut Augustiniak

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