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Höchste Waldbrandwarnstufe im Havelland

Ein Funken genügt Höchste Waldbrandwarnstufe im Havelland

Im Havelland gilt derzeit wie fast überall in Brandenburg die höchste Waldbrandwarnstufe 5. Das bedeutet: offenes Licht und Feuer im Wald oder in Waldnähe sind verboten, ebenso das Rauchen; die Zufahrtswege sind jederzeit frei zu halten; Autos dürfen nicht auf ausgetrocknetem Gras oder Nadelstreu abgestellt werden.

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Bislang musste die Feuerwehr nur selten wegen Waldbränden ausrücken. In diesem Fall in der Nähe von Wolfslake.

Quelle: Julian Stähle

Havelland. Ulrike Repkow hat keine Zeit lange zu sprechen. Die Leiterin der Oberförsterei in Brieselang hat an diesem Tag Waldbranddienst, „ich muss die Telefonleitung frei halten, falls jemand etwas meldet“, sagt sie. Im Revier der Oberförsterei gilt derzeit wie fast überall in Brandenburg die höchste Waldbrandwarnstufe 5.

Das bedeutet: offenes Licht und Feuer im Wald oder in Waldnähe sind verboten, ebenso das Rauchen; die Zufahrtswege sind jederzeit frei zu halten; Autos dürfen nicht auf ausgetrocknetem Gras oder Nadelstreu abgestellt werden. „Auspuff und Katalysator sind sehr heiß, da kann sich der ausgetrocknete Boden schnell entzünden“, erklärt Kreisbrandmeister Lothar Schneider.

Bislang sei die Lage in der Region noch vergleichsweise ruhig, sagt Ulrike Repkow, die trotzdem sämtliche Kollegen in Bereitschaft versetzt hat. Das Havelland profitiert in der aktuellen Hitzeperiode davon, dass dort vor allem Mischwälder stehen und keine reinen Kiefernkulturen, die schneller Feuer fangen. Außer einigen kleineren Bränden in Friesack, Brieselang und Börnicke sowie in der Nähe von Wolfslake (Oberhavel) ist bisher nichts Schlimmeres passiert. „Wir können drei Mal auf Holz klopfen, dass es auch so bleibt“, sagt Lothar Schneider.

Auf Sitzwachen oder Patrouillen , wie es sie zu DDR-Zeiten gab, kann der Kreisbrandmeister nicht mehr zurückgreifen. „Das kann sich keine Kommune leisten“, sagt er. Stattdessen werden die havelländischen Wälder über ein Netz von Kameras überwacht, die zum Beispiel auf Funksendemasten installiert sind und von Bad Belzig (Potsdam-Mittelmark) aus gesteuert werden. „Wenn dort Rauch entdeckt wird, schlagen sie Alarm“, erklärt Schneider. Das System hat allerdings seine Tücken: „Manchmal ist es gar kein Rauch von einem Waldbrand, sondern bloß eine Staubwolke, die bei der Ernte aufgewirbelt wird“, so der Kreisbrandmeister.

Wenn ein Brand gemeldet wird, rücken stets mehrere Feuerwehren auf einmal aus. Brennt es zum Beispiel in Friesack, werden automatisch auch die Wehren in Zootzen, Brädikow und Wagenitz informiert. „Auf diese Weise stellen wir sicher, dass wir genug Kräfte vor Ort haben und ausreichend Wasser“, sagt Lothar Schneider. Bei Waldbränden sind die Feuerwehren auf das Wasser aus den Löschtanks angewiesen. „Im Wald gibt es nun einmal keine Anschlüsse“, sagt Schneider.

Von Philip Häfner

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