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Nauen Ideen für Nauener BMX-Park gesucht
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02:25 20.04.2018
Großer Andrang herrschte bei der Eröffnung der Skate- und BMX-Anlage am 17. Oktober 2015. Quelle: Annett Lahn
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Nauen

Ein „volles Haus“ wird am kommenden Sonnabend im BMX- und Skate-Park in Nauen erwartet. Von 12 bis 17 Uhr steigt dort eine Veranstaltung mit vielen Aktionen, die sich vor allem an Jugendliche richten. Dabei wird mit bis zu 100 Teilnehmern gerechnet. Letztlich geht es um nicht Geringeres als um die Zukunft der Freizeitanlage an der Robert-Bosch-Straße.

Nach der Eröffnung durch Bürgermeister Manuel Meger (LWN) beginnen verschiedene Workshops mit den Themen Graffiti, BMX und Skate. „Die Jugendlichen können gern auch die Workshops wechseln und sich überall ausprobieren“, sagt Nauens Jugendkoordinatorin Anne Gillwald-Leppin.

Ideenwerkstatt ist geplant

Außerdem ist an dem Tag eine Ideenwerkstatt geplant. Dort können die Jugendlichen in lockerer Atmosphäre ihre Wünsche dazu äußern, wie es mit der Anlage weitergehen soll, was dort in Zukunft stattfinden könnte.

Denn in den vergangenen Monaten war es um das Areal, in das die Stadt einst viel Geld gesteckt hat, nicht besonders gut bestellt. Es hat sich gezeigt, dass das Projekt kein Selbstläufer ist. Schon gar nicht, seitdem die Initiatoren nicht mehr dabei sind. Nur eine große Veranstaltung im Jahr wie „Nauen auf Rollen“ reicht nicht aus.

Vandalismus und Vermüllung

So gab es Klagen von Anliegern über zunehmenden Vandalismus und Vermüllung. Zudem sollen dort Alkohol und Drogen konsumiert worden sein von Jugendlichen, die den Park nur als Treffpunkt zum Abhängen genutzt hatten. Andere Jugendliche trauten sich darum nicht mehr rauf.

Nun aber sieht Anne Gillwald-Leppin das Projekt auf einem guten Weg. Nicht nur wegen des bevor stehenden Aktionstages, der bildet lediglich den Auftakt. „Die Jugendlichen können sich während der Ideenwerkstatt am 21. April für die Jugendkonferenz am 23. Mai anmelden“, kündigt sie an. Dort sollen die gesammelten Anregungen dann gesichtet, bewertet und auf ihre Realisierbarkeit hin untersucht werden.

Der Ruf des Skate- und BMX-Parks soll verbessert werden

Der städtische Bildungsausschuss wird anschließend eine Entscheidung treffen, bevor die Jugendlichen bei „Nauen auf Rollen“ am 30. Juni die Reihenfolge der geplanten Projekte bestimmen.

Schon vor einigen Wochen hatte die Stadt damit begonnen, den Ruf des BMX- und Skate-Parks zu verbessern. Dabei konnte die Jugendkoordinatorin mehrere Partner mit ins Boot holen: die Johanniter, den Humanistischen Freidenkerbund und den Leonardo-da-Vinci-Campus. In Abstimmung mit der Stadt stellen diese Sozialarbeiter, die zu bestimmten Zeiten im BMX-Park präsent sind.

Eine Maßnahme, die offenbar schon gefruchtet hat. Das kann auch Björn bestätigen, der nahezu jeden Abend auf der Anlage mit seinem BMX-Rad unterwegs ist. „Es gab Leute, die haben Bänke kaputt gemacht oder getrunken und Flaschen zerstört. Das ist seltener geworden“, schätzt der Jugendliche ein. Er will am 21. April auch mit dabei sein und sich einbringen.

Auf Instagramm wird berichtet

Für Anne Gillwald-Leppin besteht das Ziel darin, dass sich die Jugendlichen wieder mehr mit dem Park identifizieren. „Außerdem sollen sie Verantwortung übernehmen, das wollen wir fördern.“ Sie freut sich, dass die Jugendlichen selbst einen Instagramm-Account zum BMX-Park aufgemacht haben. „In kurzer Zeit hat er schon viele Abonnenten bekommen. Da werden auch Filmchen hochgeladen.“

Abgeordnete sind geteilter Meinung

Dass das Image des BMX- und Skate-Parks aufpoliert wird, liegt auch im Interesse der Stadtverordneten. Kürzlich haben sie darüber debattiert, ob der Bau der Anlage für stolze 260 000 Euro im Jahre 2015 nicht doch ein Fehler gewesen sein könnte. „Wer hat Schuld an der Situation?“, fragte Wolfgang Jung (LWN) im Hauptausschuss. Er ist skeptisch, will aber der Anlage eine Chance geben.

Oliver Kratzsch (SPD) sieht den Park, der von Jugendlichen gewünscht wurde, nicht als Fehlinvestition. Die Situation sei dem Generationenwechsel geschuldet. Jedoch meinte sein Fraktionskollege Dirk Buge: „Wir müssen uns schon die Frage gefallen lasse, ob es Sinn macht, auf Dauer Geld zu verbrennen.“

Bürgermeister Meger wies darauf hin, das er damals kein Befürworter des Projektes war. „Hätten sich die Johanniter nicht bereit erklärt, würden wir jetzt nicht den Schritt gehen, den Platz zu bespielen.“ Zu diesem Zweck müssten sich auch Vereine entwickeln.

Von Andreas Kaatz

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