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Nauen Im Havelland mangelt es an Wettkampfflächen für den Sport
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02:18 11.09.2015
Eine junge Leichtathletin hält sich beim SV Dallgow fit. Quelle: Foto: Peter-Paul Weiler
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Havelland

Vier von fünf Havelländern sind sportlich aktiv, die meisten allerdings nicht im Sportverein, sondern selbstorganisiert. Das ist eine der Kernaussagen der Sportentwicklungsplanung des Landkreises, die in wenigen Tagen noch vom Kreistag verabschiedet werden muss. Demnach sind 82 Prozent der Bevölkerung sport- oder bewegungsaktiv, aber nur 15 Prozent von ihnen sind Mitglied eines Vereins. „Im Havelland gibt es eine sehr hohe Aktivitätsquote“, sagt Jürgen Rode von der Universität Potsdam, der Leiter des Projektteams, das die Erhebung erstellt hat.

Doch es gibt auch eine Kehrseite: Nicht einmal die Hälfte der Sporttreibenden – 39 Prozent der Männer und sogar nur 34 Prozent der Frauen – erreicht die 150 Minuten Schwitzen pro Woche, die von der Weltgesundheitsorganisation WHO als „gesundheitsrelevant“ definiert wurden. Bei den Vereinsmitgliedern sind es 76 Prozent, „was die gesundheitspolitische Bedeutung des Vereinssports aufzeigt“, so Rode.

Gleichzeitig verweist der Professor darauf, dass im Havelland im Bereich Gesundheitssport noch zu wenige Angebote existieren. Das hängt auch damit zusammen, dass es im Landkreis nur sehr wenige mittelgroße Mehrspartenvereine gibt, die in der Lage sind entsprechende Angebote zur Verfügung zu stellen. Die meisten Vereine in der Region sind Klein- und Kleinstvereine mit unter 300 Mitgliedern.

„Ungewöhnlich hoch“ ist laut Jürgen Rode die Bedeutung des Sports in Kindertagesstätten und Schulen. Fast zwei Drittel aller Kitas im Havelland haben ein bewegungsorientiertes Profil, 21 Prozent verstehen sich als Bewegungskita, wenngleich im Land Brandenburg bislang noch kein anerkanntes Gütesiegel existiert, um das auch zu würdigen. An der Kita „Nesthüpfer“ in Falkensee gibt es selbst für die Zweijährigen schon Sportangebote, die Älteren gehen Schwimmen, Inline skaten oder Klettern. „Bei uns werden alle Bildungsbereiche in Verbindung mit Bewegung vermittelt“, erzählt Leiterin Ewelina Jenczewski.

Bei den Schulen sieht es ähnlich aus: „Es gibt es hohes schulisches und außerschulisches Sport- und Bewegungsengagement an der übergroßen Mehrheit der Schulen“, berichtet Jürgen Rode. Auch hier gibt es allerdings eine Einschränkung: An 25 von 55 Schulstandorten existiert eine deutliche Unterausstattung, was Sportflächen angeht; vielerorts befinden sich die Freiflächen in schlechtem Zustand. Auch die Bewegungsräume an den Kitas sind meist eher klein bemessen.

Insgesamt gibt es 31 650 Quadratmeter Sporthallenfläche – nötig wären eigentlich 34 450 Quadratmeter. „Es fehlen insbesondere rund 6500 Quadratmeter an wettkampfgeeigneten Sportnutzflächen“, sagt Jürgen Rode. „Das ist ein echtes Problem für die Sportvereine.“ Besonders prekär ist die Lage in Wustermark.

Demgegenüber steht ein Überschuss an wettkampfkonformen Spielfeldern – 57 davon gibt es im Kreis, nur 26 würden benötigt. „Das ist eigentlich typisch für einen Flächenkreis“, so Rode. Seine Empfehlung lautet einige der überschüssigen Spielfelder in wohnortnahe Aktivparks umzugestalten, wo Bürger Sport treiben können, wann sie wollen. Daran mangelt es bislang im Havelland.

Von Philip Häfner

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