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Nauen Ali Pirabi begeistert seine Zuhörer
Lokales Havelland Nauen Ali Pirabi begeistert seine Zuhörer
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12:56 25.02.2019
Ali Pirabi bei seinem Konzert in Nauen. Quelle: privat
Nauen

Mehr als 60 iranische Christen sowie interessierte Einheimische sind im evangelischen Gemeindehaus in Nauen zusammengekommen.

Ziel des Begegnungs- und Ermutigungstages war es, den verstreut im Havelland lebenden Menschen aus dem persischsprachigen Kulturraum die Gelegenheit zum gegenseitigen Austausch zu bieten. Kulturelles Highlight des Tages war ein Konzert am Nachmittag der iranischen Musiker Ali Pirabi und Vahid Shahidifar.  

Flüchtlinge und Christentum

Viele der Teilnehmer sind seit 2015 als Flüchtlinge nach Deutschland gekommen und häufig erst hier offiziell vom Islam zum Christentum übergetreten - was in ihrem Heimatland verboten und praktisch kaum möglich ist.

Die Entscheidung für die Hinwendung zur christlichen Religion haben die meisten von ihnen jedoch wohl schon viel früher im Iran getroffen. Der dortige Gottesstaat mit seinen strengen islamischen Regeln auch im Alltag war für viele ausschlaggebend für ihre Flucht.  

Kirchenkreis organisiert Begegnung

Heute leben diese Menschen, viele als Familien, in Orten wie Nauen, Rathenow, Premnitz, Elstal oder Falkensee. „Mit dem Ermutigungstag möchten wir den Geflüchteten Mut machen, auf ihrem Integrationsweg nicht aufzugeben“, sagte dazu die Flüchtlingsbeauftragte des evangelischen Kirchenkreises Falkensee, Luisa Sinate, die den Begegnungstag organisiert hat.

„Häufig kostet es viel Kraft, all die Herausforderungen eines Alltags in einer fremden Kultur und einer unsicheren Situation zu meistern“, hob Sinate weiter hervor. „Wenn die Menschen beim Ermutigungstag erleben, dass ihre Kultur, ihre Sprache, ihre Talente und ihre religiösen Überzeugungen wertgeschätzt werden, können sie sich mit neuer Motivation auf das Leben in Deutschland einlassen.“

Gottesdienst zum Auftakt

 Die Veranstaltung begann am Samstag mit einem Gottesdienst, den Stefan Rostami, Pastor der iranischen Gemeinde der Berliner Stadtmission, als Prediger mitgestaltete. Breiten Raum nahmen Erfahrungsberichte einiger Teilnehmer ein.

 Der 1978 im iranischen Shiraz geborene Pirabi wurde in seinem Heimatland mehrfach für seine Darbietungen klassischer iranischer Musik ausgezeichnet. Seit 2013 lebt er in Deutschland, wo er 2017 die Internationale Musikschule Leipzig gründete.  Shahidifar aus dem iranischen Mashad kam bereits 1986 nach Deutschland. Er war von 2000 bis 2015 Mitglied des Ensemble Theatrum am Schloss Hohenerxleben.

Konzert mit iranischen Musikern. Quelle: privat

 

In ihrem Konzert in Nauen begeisterten die beiden Musiker ihre Zuhörer mit einer Kombination aus klassischen Stücken und Elementen moderner iranischer Musik.  Beides brachte Pirabi einigen der Teilnehmer zuvor in einem Workshop näher. Weitere Workshops gab es zu Entspannungstechniken, iranischen und deutschen Spielen sowie Gesprächsrunden zu Männer- und Frauenrollen. Auch konnten praktische Fragen rings um das Thema Integration gestellt werden.

Gespräche am Buffet

 Die Teilnehmer nutzten aber auch intensiv die Gelegenheiten zum Austausch untereinander, etwa in der Mittagspause, in der es ein Buffet mit teils mitgebrachten iranischen Speisen gab. Viele wollen im nächsten Jahr gerne wiederkommen.

Von Benno König

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