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Nauen Jugendrat startet digitale Meckerecke bei Instagram
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09:39 13.10.2018
Engagierte junge Leute: der Nauener Jugendrat tagt regelmäßig, um aus seiner Sicht dringende Projekte anzustoßen. Quelle: Laura Sander
Nauen

Neben zahlreichen Bloggern und „Influencern“ mit mehreren Millionen Followern ist jetzt auch der Nauener Jugendrat mit einer eigenen Seite beim Online-Dienst Instagram vertreten. Nicht mal eine Woche alt hat der Account „Jugendnews Nauen“ mehr als 40 Freunde. Einige haben sich bereits mit ihren Anliegen oder Wünschen an die Mitglieder des Rates gewandt.

Urheber der Seite sind die drei Schülerinnen Charlotte, Lisa und Cindy vom Nauener Goethe-Gymnasium. „Wir wollen die Jugendlichen erreichen und gemeinsam etwas bewegen, deswegen sind wir jetzt auch auf Instagram präsent. Wir hoffen auf viele Follower, die die Arbeit des Jugendrates künftig unterstützen“, so die Mädchen, die ihr Vorhaben jetzt im Rahmen der ersten Sitzung des Nauener Jugendrates nach der Sommerpause vorstellten.

Müll, ein fehlendes Kulturangebot speziell für die jüngere Generation und zu wenig Orte, an denen sich Jugendliche aufhalten können, ohne schräg angeguckt zu werden oder etwas kaufen zu müssen – für ihre Arbeit stecken sich die Ratsmitglieder in Zusammenarbeit mit Jugendklubleiterin Lisa Gentz und Anne Gillwald-Leppin, Jugendkoordinatorin der Stadt Nauen, feste Ziele.

„Vor allem auf unserem Schulweg ist Müll ein großes Problem, bei anderen Schulen sieht es ähnlich aus. Alle meckern nur, aber keiner macht was – das wollen wir ändern“, so Charlotte. Eine Schulweg-Patenschaft oder groß angelegte Sammelaktionen, die gemeinsam mit anderen Gruppen organisiert werden könnten, wären ein Anfang. Dass neben dem Müll vor allem die fehlenden Freizeitmöglichkeiten in Nauen ein Thema sind, weiß Jugendkoordinatorin Anne Gillwald-Leppin.

„Es gab in der Vergangenheit viele Befragungen, die erste 2002, seither hat sich nicht viel geändert, was die Wünsche der Jugendlichen betrifft. Es sind immer wieder die gleichen Themen, die wir jetzt anpacken müssen“, so Gillwald-Leppin.

Immerhin solle die Skaterbahn nicht das einzig realisierte Projekt bleiben. „Allerdings ist es schwer immer alle Verantwortlichen an einen Tisch zu bekommen, das erfordert Zeit. Im Moment sind wir dabei den Ist-Zustand zu ermitteln und das Konzept für Kinder- und Jugendarbeit der Stadt Nauen zu überarbeiten“, so die Koordinatorin weiter. Auf die Mitarbeit der Nauener Jugendlichen sei sie dabei angewiesen.

Ein Café in der Altstadt, Yoga, Open-Air-Kino in der Freilichtbühne, Mitternachtssport und eine regelmäßige Tanzveranstaltung – die Wunschliste ist lang. Vor-Ort-Termine sollen nun Licht in die Sache bringen.

„Wir schauen uns die Lebensorte der Nauener Jugendlichen an, dazu gehören öffentliche Plätze, Schulwege, die Schule selber und der öffentliche Nahverkehr. Der erste Termin ist gemeinsam mit dem Ordnungsamt, der Polizei und engagierten Jugendlichen“, so Anne Gillwald-Leppin.

Auf dem Weg zur kinderfreundlichen Kommune, für den sich die Stadt vier Jahre Zeit nehmen möchte, gibt es noch viel zu tun. „Das Programm ,kinderfreundliche Kommune’ ist vom Bund gefördert und hat sich zum Ziel gemacht die UN-Kinderrechtskonvention bekannter zu machen. Kinder und Jugendliche sollen stärker beteiligt werden und dürfen mitentscheiden“, so die Koordinatorin.

Ein Schritt in die richtige Richtung ist bereits gemacht. Drei Sozialarbeiter-Stellen wurden geschaffen, bislang ist eine besetzt. Seit dieser Woche ist Kevin Müller für die Johanniter-Unfallhilfe als Streetworker in der Nauener Kernstadt und in den Ortsteilen unterwegs.

Von Laura Sander

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