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Nauen Geburtsklinik: Kein Kaiserschnitt auf Wunsch
Lokales Havelland Nauen Geburtsklinik: Kein Kaiserschnitt auf Wunsch
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20:00 26.11.2018
Weil Hebammen fehlen, wurde der Kreißsaal geschlossen. Quelle: A. Kaatz
Nauen

Erst dann, wenn ausreichend Hebammen gefunden worden sind, wird der Anfang Oktober geschlossene Kreißsaal an der Nauener Klinik wieder seinen Betrieb aufnehmen. „Solidität geht vor Schnelligkeit“, sagte kürzlich Yvonne Schwarz, die neue Chefärztin der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe. Sie will nichts überstürzen, damit der Kreißsaal nicht schon nach kurzer Zeit eventuell wieder geschlossen werden muss. Eventuell kann er im nächsten Jahr wieder eröffnet werden.

Bis dahin gibt es ein Notfall-Programm, das unter anderem geplante Kaiserschnitte vorsieht. Dazu kursieren in den sozialen Medien jetzt auch Gerüchte, wonach eine solche Geburt für jede Schwangere in Frage kommt, die das möchte. Nur damit sie in Nauen ihr Kind zur Welt bringen kann.

Nur wenn eine normale Geburt unmöglich ist

Das allerdings ist so nicht möglich, wie Chefärztin Yvonne Schwarz auf Nachfrage klarstellt. Es müsse definitiv ein medizinischer Grund vorliegen. „Für den Laien ist sicher nicht so ganz klar, was wir unter geplanten Kaiserschnitten verstehen. Zu allererst möchte ich darauf hinweisen, dass diese geplanten Kaiserschnitte nichts mit Wunschkaiserschnitten zu tun haben. Vielmehr gibt es Fälle und Situationen in der Geburtshilfe, in denen eine normale Geburt unmöglich ist oder ein nicht zu verantwortendes Risiko für Mutter und Kind besteht“, sagt Yvonne Schwarz.

Dies sei zum Beispiel der Fall, wenn die Kinder bei Zwillingsschwangerschaften so liegen, dass eine Geburt unmöglich ist, oder wenn die Kinder im Bauch der Mutter viel zu groß sind und nicht durch den Geburtskanal passen. Ein weiterer Grund für einen geplanten Kaiserschnitt ergebe sich, wenn die werdende Mutter schon Kaiserschnitte hatte oder aus anderen Gründen erhebliche Komplikationen bei der Geburt zu erwarten sind.

Notfallprogramm in Nauen

„In all diesen Fällen planen wir die Entbindung mittels Kaiserschnitt etwa eine bis zwei Wochen vor dem errechneten Entbindungstermin, um Mutter und Kind nicht zu gefährden. Da dies genau terminiert werden kann, können wir unser weniges Personal für diese Eingriffe nutzen“, so die Chefärztin.

Das aktuelle Notfallprogramm sieht vor, in Nauen all das anzubieten, was in der Geburtshilfe planbar ist. Neben den so genannten geplanten Kaiserschnitten sind dies die Kontrolle der kindlichen Herztöne (CTG), die Behandlung von Schwangerschaftsbeschwerden sowie die Ultraschallkontrolle. Hinzu kommen verschiedene Beratungen. Schwangeren wird zudem bis zur Wiedereröffnung des Kreißsaals die Möglichkeit geboten, ihre Kinder in der Klinik Nauen zur Welt zu bringen, wenn sie eine Hebamme haben, die die Geburt vornimmt.

Von Andreas Kaatz

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